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MICHAELI • FEST DER SELBSTÜBERWINDUNG

des Gleichgewichts und des Lichts. Michaeli-Zeit – Vom Mut und Überwinden der Ängste


Michael bringt Licht ins Dunkle. Unten sind die negativen Aspekte Gleichgültigkeit und Intoleranz abgebildet. Bild: David Newbatt, aus dem Buch “Twelve Aspects of Michael”


Und steigen wir in einen kosmischen Wachschlaf im Sommer hinauf mit den Elementarwesen in die Region, wo die planetarische Wirksamkeit sich außen und auch dann in unserer inneren Seele entfaltet, dann müssen wir eigentlich auchhinuntersteigen unter den Frost des Winters, unter die Schneedecke zuden Geheimnissen im Erdenschoß während der Hochwinterzeit, und wir müssen mitmachen das Absterbende, das Welkende der Natur, wenn der Herbst beginnt.



Dann aber würde der Mensch ja nur können, wenn er dasWelkende allein miterleben würde, so wie er das Wachsende, Sprossende miterlebt, es würde der mensch nur können, gewissermaßen in seinem Innerenmitsterben. Denn gerade, wenn man sensitiver wird und für dasjenige, was geheimnisvoll in der Natur webt, und dadurch regsam miterlebt das Sprießende, Fruchtende, Keimende, dann erlebt man auch lebhaft mit, dasjenige, was sich vollzieht in der Aussenwelt, wenn der herbst einbtritt. Aber es wäre trostlos für den Menschen, wenn er dies nur in der Naturgestalt miterleben könnte, wenn er nur ein Naturbewußtsein erlangen würde über die Herbst- und wintergeheimnisse, wie er ein Naturbewußtsein sselbtverständlich erlangt über die frühlings- und Sommergeheimnisse. Aber wenn die Herbst- und winterereignisse herankommen, wen Michaelizeit kommt, dann muß der mensch allerdings sensitiv miterleben das Welkende, Absterbende, sich Lähmende, Tötende, aber er muß nicht so, wie wenn die Hochsommerzeit herankommt, sich dem Naturbewußtsein hingeben. Er muß sich im Gegenteil gerade dann dem SELBSTBEWUßTSEIN hingeben. Er muß in den Zeiten, wo die äußere Natur erstirbt, die Kraft des Selbewußtseins entgegenstellen dem Naturbewußtsein.



Und dann, meine lieben Freunde, steht die Michaelsgestalt wiederum da. Und wenn der Mensch, durch Anthroposophie angeregt, in solchen Naturgenuß, in solches Naturbewußtsein hineinkommt, dann wird er wiederum in aller majestätischen Gestalt das Bild des Michaelmit dem Drachen dastehen, dann wird dastehen dasjenige, was der Mensch, wenn der Herbst sich naht, empfindet zur Besiegung des Naturbewußtseins durch das Selbstbewußtsein.

Und das wird geschehen, wenn der Mensch nicht nur einen inneren Frühling und Sommer erleben kann, sondern wenn er auch den tötenden, ersterbenden inneren Herbst und Winter erleben kann. Und im Erleben der ersterbenden Herbstes und Winters wird sich als eine gewaltige Imagination, als eine Aufforderung an den Menschen für innere Tat, das Bild des Michael mit dem Drachen wiederum hinstellen können. Dann aber ist für den Menschen, der sich durchringt aus der heutigen Gisterkenntnis heraus zu diesem Bilde, dieses Bild, indem er es erfühlt, etwas ganz Gewaltiges. Dann wird ihm erscheinen, wenn die Hochsommerszeit sich zu neigen beginnt, und immer mehr und mehr sich neigt, wenn nach der Johannizeit, Juli, August kommt und der September herannaht, dann wird der Mensch gewahr werden, wie er sich hinausgelebt har zu dem Wachschlaf des innerlichen planetarischen Lebens mit den Elementarwesen der Erde, und er wird gewahr werden, was das, wenn er es miterlebt, eigentlich in ihm bedeutet.

Aus einem MICHAEL VORTRAG,

gehalten am 5. Oktober 1923

in Dornach von RUDOLF STEINER 


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