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SCHLÜSSELFIGUR UND CHIMÄRE

Mose gilt im Islam als bedeutender Prophet und ist im Koran die am häufigsten namentlich genannte Person. In der islamischen Exegesetradition spielt er vor allem als Anführer der Israeliten, als Empfänger der Tora und als Vorbote und Wegbereiter des Propheten Mohammed eine wesentliche Rolle.

Wer führte das Volk Israel ins Gelobte Land?

Ohne ihn fehlte dem Staat Israel die territoriale Legitimation, der Anspruch auf Palästina, auf das von Gott versprochene "Land der Verheißung". Und schließlich ist Moses der Gesetzgeber, dessen Dekalog, die Zehn Gebote, die ethische Ordnung der ganzen Welt beeinflusst hat.

Nach dem Glauben der JüdInnen hat Gott mit Abraham einen Vertrag geschlossen: Wenn Abraham aufhört, viele Götter zu verehren und nur mehr an den einen Gott glaubt, dann versprach ihm Gott, seine Nachkommen zu einem großen Volk zu machen und ihnen ein Land zu geben – das „gelobte Land“, Jerusalem.

Die Gruppierungen, die sich im Lauf der Zeit formierten, bildeten die Grundlage für die zwölf Stämme Israels (zu denen dann auch Juda zählte) – die Zahl hatte religiös-kultische Bedeutung. Im Alten Testament werden sie alle auf die Söhne Jakobs zurückgeführt, der wiederum den Ehrennamen Israel erhielt (1. Mose 32, 29).17.12.2015

Das Gebiet des heutigen Staates Israel gehörte bis 1920 zum Osmanischen Reich. Seit seiner Gründung im Jahr 1299 wurde das Reich von der Dynastie der Osmanen regiert und erstreckte sich zur Zeit seiner größten Ausdehnung im 17. Jahrhundert von Kleinasien bis nach Südosteuropa.

Gründung des Staates Israel 1948. 1918, gegen Ende des Ersten Weltkriegs, besetzte Großbritannien Palästina. 1920 wurde Großbritannien auf der Konferenz von San Remo mit der Verwaltung Palästinas beauftragt.

Die Tora (wörtlich Lehre, Weisung) im engen Sinn umfasst die fünf Bücher Mose, die in einem Zeitraum von einem Jahr, in Abschnitte geteilt, wöchentlich in der Synagoge gelesen werden. Sie ist die Hauptquelle jüdischen Rechts, jüdischer Ethik und der jüdischen Bräuche.

Bücher des Alten Testaments

Die Tora ist nicht nur religionsbegründend, sondern auch identitätsbegründend und volksverbindend und steht im Zentrum des "Jüdischseins" und des Zusammengehörigkeitsbewusstseins. In der Tora gründet das "Sich-Erinnern" der Erlösung und der Bundesschlüsse zwischen Gott und seinem Volk mit seinen Pflichten und Rechten und der ewigen Verbundenheit zum Heiligen Land: Israel.

Im weiteren Sinn umfasst Tora auch die gesamte Bibel, den sogenannten Tanach, und darüber hinaus die Gesamtheit der jüdischen Lehre überhaupt, denn nach jüdischer Tradition wurde Mose am Sinai nicht nur die schriftliche, sondern auch die mündliche Tora, d.h. die gesamte Schrifttradition überliefert. Ohne sie gäbe es kein Judentum. Sie war auch Jesu Bibel. Wer Jesus begegnet, begegnet dem Judentum: Durch ihn ist jeder Christ und jede Christin "mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden" (Nostra Aetate II, n. 4). Das Christentum behielt das Alte Testament und zusammen mit dem Neuen Testament bildet es die Grundlage des Christentums. So ist die Tora auch für ChristInnen Heilsbotschaft. Das zeigt sich nicht nur in den Feiertagen und Festen, die in der Tora beschrieben werden und das jüdische Leben bereichern - sie haben ihre Spuren ebenso im Christentum hinterlassen - sondern auch zum Beispiel in den Fragen der Ethik.


Der Tanach – Die Hebräische Bibel

Das wichtigste Buch der Juden ist die Tora. Sie erzählt von der Erschaffung der Welt, von der Arche Noah, von Abraham und Moses. Alle Schriften und Bücher zusammen bilden die Hebräische Bibel, die man Tanach nennt.

Unterschiedliche Schriftsteller haben über viele Jahrhunderte hinweg erzählte Geschichten aufgeschrieben. Die meisten Geschichten aus dem Tanach finden sich auch im christlichen Alten Testament.


Als Altes Testament bezeichnet die christliche Theologie seit etwa 180 n. Chr. die Heiligen Schriften des Judentums, die dort seit etwa 100 v. Chr. als Tanach bezeichnet werden, sowie einige weitere aus der seit 250 v. Chr. entstandenen Septuaginta.


2000 Jahre nach Vertreibung und Zerstörung des zweiten Tempels und wenige Jahre nach dem Menschheitsverbrechen des Holocaust wurde für Juden auf der ganzen Welt ein Traum Wirklichkeit: der eigene Staat. Am 14. Mai 1948 verlas Ben Gurion in einem kleinen Haus im Zentrum von Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung Israels.24.07.2023


Der Ewige Jude (auch Wandernder Jude) ist eine Figur aus christlichen Volkssagen, die im 13. Jahrhundert entstand. Die Erzählungen thematisierten ursprünglich einen Menschen unbekannter Herkunft, der Jesus Christus auf dessen Weg zur Kreuzigung verspottete und dafür von diesem verflucht wurde, unsterblich durch die Welt zu wandern.

Die Sage vom Ewigen Juden hat im Verlauf der Zeit zahlreiche lyrische Verarbeitungen erfahren, die im Folgenden näher hinsichtlich ihres Inhalts und ihrer Deutung vorgestellt werden. Berücksichtigung finden Ahasver-Werke deutscher Sprache, die nach der ersten Verarbeitung des Sagen-Stoffes durch Johann Wolfgang von Goethe im Jahre 1774 entstanden sind.

Als Antisemitismus werden heute alle pauschalen Formen von Judenhass, Judenfeindlichkeit oder Judenfeindschaft bezeichnet. Der Ausdruck entstand 1879 als Eigenbezeichnung deutscher Judenfeinde um den Journalisten Wilhelm Marr. Er wurde seit dem Holocaust zum Sammelbegriff für alle Einstellungen und Verhaltensweisen, die Einzelpersonen oder Gruppen „den Juden“ zuordnen und ihnen negative Eigenschaften unterstellen, um die Abwertung, Ausgrenzung, Diskriminierung, Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung bis hin zur Vernichtung jüdischer Minderheiten (Völkermord) zu rechtfertigen.[1] Vertreter und Anhänger des Antisemitismus werden „Antisemiten“ genannt.

Jüdische Minderheiten werden immer wieder als besonders mächtige Verursacher aller möglichen negativen Fehlentwicklungen und menschengemachten Katastrophen dargestellt. Diese irrealen, fiktiven Trugbilder (Chimären), die das Judentum ideologisch für verschiedene Zwecke verzerren, haben sich bis heute als sehr stabil und anpassungsfähig erwiesen.

CHIMÄRE UND GENETIK

Chimäre nennt man in Medizin und Biologie einen Organismus, der aus genetisch unterschiedlichen Zellen bzw. Geweben aufgebaut ist und dennoch ein einheitliches Individuum darstellt. Die unterschiedlichen Zellen eines solchen chimären Organismus stammen aus verschiedenen befruchteten Eizellen.


Ob Gott, Allah, Messias, Jesus oder der eine, wir sind alle.......


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