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EIN ZEICHEN DES WANDELS

  • Autorenbild: MOO
    MOO
  • 5. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Aug.


Jahrelang träumte ich von einem verwunschenen Garten, der als Mittelpunkt einen kleinen Tempel der Liebe darstellt von dem aus über Terrassenartige Stiegen das Wasser einer Quelle bis in den damals noch verwunschenen nicht gepflegten, verlassenen Garten fließen ließ.

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Der Besuch der Villa Ephrussy auf dem Cap Ferrat in Südfrankreich ist Jahrzehnte her und fand mit der Familie meiner damaligen Brieffreundin Corinne Cassera statt. Ihr Vater war ein Käsestandbesitzer in Nizza und wir lebten damals in einer typisch französischen Villa in Villefranche inmitten eines alten Olivenhains. 

Erst letztes Wochenende verbrachten wir einen regnerischen, aber gemütlichen Tag bei unseren Freunden und die darauffolgende Nacht in einer aufwendig restaurierten Villa, erbaut von den Rotschilds im Ötschergebiet in Österreich mit Photovaltaik unabhängig gemacht und stil- und geschmackvoll eingerichtet vom nicht nur handwerklich begabten Ferdinand und der lieben Valerie, der Tochter meines längsten Freundes Alexander.


Traumhaft gelegen auf eine Anhöhe im Ötscherland, in absoluter Einzellage und in  herrschaftlichem Ambiente. 



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Geschichten von der Jagd beherrschten zeitweise die Gespräche und führten uns deutlich zu den historischen als auch heute noch gültigen Traditionen dieses „Hobbys“ beziehungsweise dieser Leidenschaft und der Ausführung dieses wichtigen und notwendigen „Berufes“ der immer wieder deutlich macht, daß es sich für manche Menschen um eine Herzenssache und Berufung handelt. Nicht jeder versteht von Anfang an den ehrenvollen Umgang mit den Tieren des Waldes, mit der Natur allgemein und letztendlich die diffizilen Entscheidungen über Leben und Tod. Der Prozess der Erkenntnis ist ein wichtiger Fakt bei der Ausübung der Jagd und lässt uns niemals aufhören zu beobachten und zu lernen. Auch der Umgang mit Fehlentscheidungen und den dadurch  ausgelösten Gedanken über die Auswirkungen und den Lerneffekt einer unbedachten und unabsichtlichen Tat.

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"Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild. Waidmännisch jagt, wie sich's gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt." Dieser Spruch, der oft im Rahmen der Jägerweihe oder bei anderen jagdlichen Anlässen rezitiert wird, betont die Verantwortung des Jägers, das Wild zu schützen und zu pflegen, sowie die Jagd waidgerecht auszuüben und dabei den Schöpfer in der Natur zu ehren

Der Spruch stammt von Oskar von Riesenthal, einem königlichen Oberförster, und wurde in seinem Buch "Waidmannsheil" von 1880 veröffentlicht. Er ist ein zentraler Bestandteil der waidmännischen Ethik und wird oft als Leitfaden für Jäger herangezogen. 

Wer schon mal genau hingeschaut hat, schmückt dieser Spruch den beliebten Kräuter Schnaps Jägermeister

Den geniessen Kenner und Neulinge gerne nach  einer jagdlichen Jause oder auch nach einem Glas Bier oder Wein, nachdem das waidmännisch erlegte Tier wunderbar zubereitet durch erfahrene Köche und Köchinnen unseren Gaumen erfreut hat. Fleisch, das absolut stressfrei erlegt wurde, kann mit nichts verglichen werden. Man bedankt sich bei dem Tier, daß für diese seltene Gaumenfreude gestorben ist, und uns Gäste trotz Wohlstand und genügend Nahrung den Magen gefüllt hat.


Die Qualität von stressfrei gestorbenen Tieren wird  zur relevanten Geschmacksache und wird immer mehr in Österreich zu einem wichtigen Thema werden, für das sich Menschen einsetzen, Informationen sammeln und diese den kulinarischen Liebhaber in der Bevölkerung zur Verfügung stellen.

Im Zeichen des gastronomischen Wandels  https://gaumenhoch.at/


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Vielen Dank für die Einladung an diesen traumhaften Ort, liebe Valerie, Ferdinand, Felicia und Emilia

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