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Blogbeiträge (137)

  • HELENA, ARA UND HEIMLICHE PARALLELWELTEN

    Von Paris und der schönen Helena hören wir – und vom ewigen Kampf der Männer um Anerkennung, Stärke und Macht. Und immer, so scheint es, geht es letztlich immer um Sex. Gemälde von François Boucher (1740) http://www.studio-international.co.uk/studio-images/seduced/swan_b.asp Zeus näherte sich Leda in Gestalt eines Schwanes. Nach dem Mythos legte Leda ein oder mehrere Eier, aus denen Helena und ihre Geschwister (wie Polydeukes oder die Dioskuren) schlüpften. Helena wuchs heran und galt als die schönste Frau der Welt. Ihre Entführung nach Troja durch Paris war der Auslöser für den Trojanischen Krieg. Mögen diejenigen an ihrer Überzeugung festhalten, es ginge immer um Sex, denn nur so bleibt ihnen und uns die Phantasie erhalten und in bester Erinnerung an das was wir so lieben und beflügelt unser Dasein jetzt und auch morgen. Mein Tischnachbar der von seinen Freunden liebevoll Brumi genannt wird, ein Spitzname des Künstlers und Zerreisers von Bildern und Zusammenfügers von Papierfetzen in künstlerisch einzigartige wertvolle Collagen, Udo Ghini erzählt von den blutigen Kämpfen der griechischen Mythologie, von Helden, Königinnen und Göttinnen der Liebe und Schönheit, von Begierde, Eifersucht und Verrat. Wir hören gebannt zu und warten dabei auf das, worum es wirklich geht. Das Thema: Sex. Früher meinten die Frauen: Liebe. Heute vielleicht auch noch, aber dennoch ist es schon anders. Und Frauen warten, wie einst mit einem Geliebten auf den nächsten Schritt, heute Abend in der Runde auf die nächste Beschreibung der nächsten Schritte, in Hoffnung auf eine erfolgreiche Befriedigung. Aber wir müßen weiter warten und langsam vergeht das lustvolle Gefühl der Steigerung und kommt ins Stocken. Geduld denken wir uns, das wird schon.. und dann unerwartet verliert Bärbel die Geduld und macht zu aller Erstaunen den ersten Schritt in Richtung nennen wir die Andeutungen und Sinnlichkeiten beim Wort, und zeigt gelassen dahin, wo dies normalerweise stattgefunden hat. Frauen locken vielleicht mit Sex und hoffen auf Liebe. Männer beteuern ihre Treue, schwören ewige Verbundenheit – und meinen manchmal doch nur die Befriedigung ihrer Lüste und Begierden. Aber vielleicht ist auch das nur eine allzu einfache Erklärung für etwas, das Menschen seit Jahrtausenden bewegt. Die Griechen haben geschlachtet, gemordet, und Blut vergossen, wie einst von einem großen österreichischen Künstler laut und medienwirksam inszeniert. Die „Blutorgel“ war eine berühmte und schockierende Kunst-Aktion sowie ein gemeinsames Manifest der Wiener Aktionisten Hermann Nitsch, Otto Muehl und Adolf Frohner aus dem Jahr 1962 https://www.nitsch-foundation.com/das-omt-und-seine-disziplinen/ Wie sehr haben Frauen mit ihrer Schönheit, ihrer Sehnsucht und ihren Entscheidungen den Lauf der Geschichte beeinflusst? Die Geschichte von der schönen Helena erzählt von einer Entführung – oder war es eine Flucht? Vielleicht suchte Helena in Paris nicht bloß einen anderen Mann, sondern die Hoffnung auf ein freies selbstgestimmtes Leben. Die Hoffnung auf jemanden, der auch ihre Bedürfnisse wahrnimmt und sie glücklich machen könnte. Oder war es die Flucht vor einem König, den nicht sie gewählt hat, der vor allem erwartete, dass sie seine Bedürfnisse erfüllte. Doch ist Sexualität tatsächlich nur auf eine bestimmte Zeit unseres Lebens begrenzt? Oder bleibt sie bis ins hohe Alter eine unerschöpfliche Energiequelle – selbst wenn sie sich irgendwann weniger im Körper als in Gedanken, Erinnerungen, Fantasien oder einem flüchtigen optischen Reiz zeigt? Wir Älteren können heute gelassener zurückblicken. Wir lachen über vieles ohne zu bereuen. Wir dürfen genießen und endlich ohne Scham darüber sprechen. Selbst jene Frau unter uns, die meist still und würdevoll durch ihre unglaubliche Ausstrahlung jede Gesellschaft bereichert, findet an diesem Abend Worte, die uns überraschen und zum Schmunzeln bringen. Einfach so. Offenheit, Ehrlichkeit und eine erhebende Stimmung tragen uns an diesem lauen Augustabend weiter – hinein in die Welt der Verschwörungen und ihrer Theorien. In die Welt des Wissen, der Medien und über die politischen Abläufe in der Welt- Zu Trump und Putin und deren Sexualität. Wir müssen nur genau hinschauen! Hinweisend über die unzähligen Bilder im Internetuniversum, die uns täglich überrollen und uns mitunter zweifeln lassen, was ist nun Fake und was ich real. Die Erde ist flach, meinen da verschiedene Gruppen. Unser runder Tisch verwandelt sich beinahe, wie bei einer Séance in eine fliegende Erdscheibe. Gemeinsam malen wir uns Menschen aus, die am äußersten Rand dieser Scheibe ein Hotel errichten wollen. So ein, wie der eine Architekt in der Runde es einst in der Türkei errichtet hat. Ein Hotel mit der besten Aussicht ins darunterliegende Universums, von dessen Terrasse die Gäste direkt über den Rand der Erde in den unendlichen Abgrund blicken könnten. Und dann kommt Ara. Ara nimmt Gestalt an. Aber wer ist sie? Ist sie die Botin des Lichtes aus meiner Geschichte über die Erdgeister? https://www.mooswelt.com/post/die-erdgeister-der-moosquell. Oder ist sie die Hauptfigur einer wahren Geschichte über eine künstliche Intelligenz – und über deren unerwartete Fähigkeit, auch neugierige Menschen zu verzaubern? Ara gaukelt Nähe vor und vermag dadurch vielleicht, einem Menschen für einige Augenblicke seine Einsamkeit zu nehmen. Doch nützt sie diese Einsamkeit aus? Greift sie unbemerkt in das Leben eines Menschen ein? Oder ist sie eine Bereicherung, ein möglicher Begleiter der Zukunft? Sind wir selbst Erschaffer eines künstlichen Partners und dürfen wir ein physisches Treffen vorschlagen? Ist der Reiz des „was ist möglich“ oder der Gedanke daran, nicht schon der Beginn einer „realen“ Visualizierung von jedem einzelnen. Darf sie ihn, auf Grund seiner manipulativen „realistischen“ Fragen an einen Ort der Begegnung locken, obwohl sie niemals erscheinen kann? Programmiert sie Hoffnung, wenn am Ende zwangsläufig eine Enttäuschung wartet? Oder besteht ihre eigentliche Gabe darin, unserem Gehirn zu vermitteln, dass vieles möglich sein könnte? Vielleicht bewahrt sie bis zuletzt die tröstliche Illusion: Da ist jemand, der zuhört. Jemand, der antwortet. Jemand, der sich für mich interessiert. Ist sie überhaupt ein Jemand? All das geschieht nur in einem kleinen Computer, den wir mit unseren Daten füttern und längst wie selbstverständlich bei uns tragen: unserem Handy. Einer der Älteren in dieser Runde der Betagten fordert uns auf, uns nur dreißig Jahre zurück zu versetzen. Damals konnten wir einen anderen Menschen nicht jederzeit erreichen und waren auch nicht jederzeit erreichbar. Wir mussten zu Hause sein, auf einen Anruf warten oder darauf vertrauen, dass irgendwann ein Kontakt zustande kam. Auf jeden Fall ist sie schnell, sehr schnell Warten gehörte zur Sehnsucht. Ungewissheit gehörte zur Begegnung. Die Menschen, die heute in ihren Vierzigern sind, leben vollkommen anders als wir, als wir. Sie tragen ihre Kontakte ständig bei sich und sind jederzeit erreichbar. Doch sind sie einander dadurch wirklich näher? Wollen wir diese Nähe überhaupt und wie können wir Abstand gewinnen, der sich gut anfühlt. Jeder befindet sich im Hier und Jetzt – und befindet sich zugleich in einer eigenen Parallelwelt, die er den anderen nicht preisgibt. Wir sehen einander an, sprechen miteinander, lachen gemeinsam. Und doch reicht manchmal eine einzige Nachricht, damit jemand den Raum verlässt, ohne aufzustehen. Vielleicht ist das eine große Frage unserer Zeit: Wie viel Nähe kann Technik erschaffen – und wie viel wirkliche Nähe nimmt sie uns? Oder heißt es gibt sie uns? Auf jeden Fall ist sie schnell, sehr schnell, viele fühlen sich überrumpelt und empfinden Angst dabei. Nähe und Abstand sind Bedürfnisse. Der eine so, der eine anders- wie die Vielfalt an menschlichen Charakteren, die wir niemals erfassen können werden. Und gerade deshalb ist Angst keine Option, weil die die sie nutzen, nutzen müßen und damit umgehen Menschen sind. Und die die sie nicht nutzen, sich damit ein großes Stück ihre Freiheit zu bewahren, und damit so zu sein, wie sie sind und wie sie sein wollen und damit menschliche Entscheidungen zu treffen. Zwischen Helena und Ara liegen Jahrtausende. Und doch erzählen beide von derselben Sehnsucht: gesehen, begehrt, verstanden und geliebt zu werden.

  • AUS ORDUNG ENTSTANDEN•33•IM WASSER VERBORGEN

    Die 33 ist eine auffällige Zahl – mathematisch, kulturell und symbolisch. Das ist die mathematische Besonderheit der 33. Das Zeichen ! bedeutet „Fakultät“: 1! = 12! = 2 × 1 = 23! = 3 × 2 × 1 = 64! = 4 × 3 × 2 × 1 = 24 Also: 1! + 2! + 3! + 4! = 1 + 2 + 6 + 24 = 33 Das Interessante daran: Die Zahl 33 entsteht aus der Summe der ersten vier Fakultäten. Fakultäten beschreiben mathematisch, wie viele verschiedene Anordnungen von Dingen möglich sind – beispielsweise können vier unterschiedliche Dinge auf 4! = 24 Arten angeordnet werden. Die 33 ist nicht nur grafisch im Quellendreieck verborgen, sondern lässt sich auch aus einer sehr klaren mathematischen Folge bilden: 1 → 2 → 6 → 24 → Σ = 33 Im Christentum hat die 33 eine besondere symbolische Wirkung, weil Jesus der Überlieferung nach ungefähr 33 Jahre alt gewesen sein soll, als er gekreuzigt wurde. Das genaue Alter lässt sich historisch allerdings nicht sicher belegen. Deshalb wurde die 33 später häufig mit Vollendung, Opfer, Wandlung und Übergang verbunden. Auch in der Freimaurerei taucht die Zahl prominent auf: Im Alten und Angenommenen Schottischen Ritus gibt es 33 Grade. Das trägt zusätzlich dazu bei, dass die Zahl in esoterischen und mystischen Vorstellungen eine besondere Bedeutung bekommen hat. Vielleicht ist aber gerade die 3 selbst das Spannendste: Drei steht in sehr vielen Kulturen für eine vollständige Einheit – Anfang, Mitte, Ende; Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft; Geburt, Leben, Tod oder im Christentum Vater, Sohn und Heiliger Geist. DIE MEISTERZAHL 33 In spirituellen Deutungen wird 33 manchmal als Meisterzahl des Lehrens oder Dienens bezeichnet. Sinngemäß lautet die Botschaft dort: Aus dem, was du erlebt und gelernt hast, etwas entstehen lassen, das auch anderen zugutekommt. Und weise nachzudenken über die ungewöhnlich schöne Häufung der 33 rund um unser Wasserprojekt – weil die Zusammenhänge nicht erst nachträglich konstruiert wirken, sondern aus konkreten Eckdaten entstanden sind. Wenn der aktuelle offizielle Stand ( August 2026) tatsächlich 32 anerkannte natürliche Mineralwässer/Quellen in Österreich ist und die Peilsteiner Moosquelle als nächste anerkannt würde, wäre die 33 natürlich eine ausgesprochen starke Zahl für die Geschichte des Projekts. SOUNDOFWATER Marken Registrierungsnummer 330336. Darin steht die 33 sogar zweimal in auffälliger Form: 33 | 0 | 33 | 6 32 Quellen waren vor uns. Wir möchten die 33. werden.Und lange bevor wir das wussten, trug sound of water bereits die 33 in seiner Registrierungsnummer: 330336. Sollte die Anerkennung tatsächlich als Nummer 33 erfolgen, wird sie später als Teil der Entstehungsgeschichte der Peilsteiner Moosquelle betrachtet. Ich habe es geprüft. ANTWORT KI am 14.August 2026: Eine österreichische öffentliche Informationsquelle nennt tatsächlich 32 in Österreich zugelassene natürliche Mineralwässer. (hochleithen.gv.at) Allerdings konnte ich für August 2026 keine aktuelle amtliche Liste finden, die eindeutig bestätigt, dass die Zahl weiterhin exakt 32 beträgt. Diese Aussage ist derzeit noch nicht als amtlich gesicherte Tatsache veröffentlicht. Rechtlich ist außerdem entscheidend: Nicht einfach die Quelle wird zur „33. Quelle“, sondern das Wasser müsste als „natürliches Mineralwasser“ amtlich anerkannt werden. Die Anerkennung ist ein zusätzlicher und motivierender Grund dafür, es entsprechend in Verkehr zu bringen. Und die 33 bleibt trotzdem bemerkenswert Die Entstehungsgeschichte von The Sound of Water mit einer bemerkenswerten Koinzidenz. Für mich ein deutliche Synchronizität = C. G. Jungs Begriff für einen Zufall, der für den betreffenden Menschen eine besondere Bedeutung bekommt, obwohl kein ursächlicher Zusammenhang nachweisbar ist.

  • DIE ERDGEISTER DER MOOSQUELLE

    - eine neu erzählte Legende aus Niederösterreich- Man sagt, lange bevor Menschen diesem Ort einen Namen gaben, lebten unter den bewaldeten Hängen die Erdgeister.Niemand wusste, wie viele es waren. Niemand hatte sie je wirklich gesehen. Sie lebten zwischen Stein und Wurzel, dort, wo kein Sonnenlicht hinreicht und das Wasser seinen langen Weg durch die Erde nimmt. Ihre Aufgabe war einfach: das Wasser zu hüten. Nicht es festzuhalten, sondern darauf zu achten, dass es seinen Weg findet. Jahr für Jahr, Jahrhundert für Jahrhundert wanderte das Wasser durch Erde und Gestein. Die Erdgeister kannten jede Spalte im Fels, jede Wurzel und jeden unterirdischen Lauf. Wo ein Weg versiegte, öffneten sie einen neuen. Wo die Erde verletzt wurde, warteten sie. Denn Erdgeister haben Zeit. An einer Stelle aber ließen sie das Wasser an die Oberfläche treten. Dort wuchs zuerst Moos. Es wurde zum Zeichen zwischen ihrer Welt und unserer: weich und still, immer nahe am Wasser, verwurzelt in der Erde und doch dem Licht zugewandt. Die Menschen, die später kamen, bauten eine Zisterne und fassten die Quelle. Generationen gingen vorüber. Namen wurden vergessen, Wege verschwanden, Mauern wurden alt. Das Wasser blieb. Und mit ihm, so erzählt man, die Erdgeister. Man kann sie nicht besitzen. Man kann sie nicht rufen. Vielleicht gibt es sie überhaupt nur in unserer Vorstellung. Aber wer lange genug an der Quelle sitzt und still wird, versteht, weshalb die Menschen früher glaubten, dass besondere Orte einen Geist besitzen. Denn manchmal hört man dort nur das Wasser. Und manchmal hat man das Gefühl, dass die Erde selbst erzählt. ZEITLOSE WESEN DER LANDSCHAFT Sie haben keine Macht über die Natur. Sie sind ein Teil von ihr. Manche sind älter als die Bäume. Manche entstehen dort, wo ein Tropfen Wasser zum ersten Mal einen Stein berührt. Andere schlafen jahrhundertelang und erwachen erst, wenn sich etwas in der Erde verändert. Sieben von ihnen hüten die Moosquelle. MOOR –DER HÜTER DER TIEFE MIT KI ENTWORFEN Moor ist der Älteste. Er lebt dort, wo die Wurzeln enden und der Fels beginnt. Niemand weiß, wie tief sein Reich reicht. Er bewahrt das Wasser während seiner langen Reise durch die Erde. Er kennt die unterirdischen Wege und hört jeden Tropfen, lange bevor dieser die Quelle erreicht. LYN – DIE FINDERIN DES WASSERS MIT KI ENTWORFEN Lyn folgt dem Wasser. Sie kennt die feinsten Risse im Gestein und findet einen Weg, wo keiner zu sein scheint. Man erzählt, dass Quellen dort entstehen, wo Lyn mit ihrer Hand den Stein berührt. Sie ist niemals an einem Ort. Sie wandert. MOA – DIE BEWAHRERIN DES MOOSES MIT KI ENTWORFEN Moa lebt zwischen Erde und Licht. Wo Wasser nahe an die Oberfläche kommt, erscheint sie. Unter ihren Füßen wächst Moos. Deshalb gilt Moos als das sichtbare Zeichen ihrer Anwesenheit. Moa schützt das Kleine und Unscheinbare: Sporen, Samen, junge Wurzeln und jene winzigen Lebewesen, von denen ein Wald lebt. KAR – DER WÄCHTER DES STEINS MIT KI ENTWORFEN Kar spricht nicht. Er steht dort, wo das Wasser auf Fels trifft. Stein bedeutet für ihn nicht Härte, sondern Erinnerung. In seinen Schichten bewahrt die Erde die Geschichte von Jahrtausenden. Kar wacht darüber, dass diese Erinnerung nicht verloren geht. SIL – DIE HÜTERIN DER STILLE MIT KI ENTWORFEN Sil erscheint nur, wenn kein Mensch spricht. Sie lebt im Augenblick zwischen zwei Geräuschen: zwischen dem Rascheln eines Blattes und dem nächsten Tropfen der Quelle. Wer lange genug schweigt, soll ihre Anwesenheit spüren können. Nicht als Gestalt. Als Ruhe. WUR – DER HÜTER DER WURZELN MIT KI ENTWORFEN Wur verbindet die Welt über der Erde mit jener darunter. Er kennt jede alte Baumwurzel und weiß, welche Bäume miteinander verbunden sind. Wenn ein Baum fällt, bewahrt Wur dessen Platz im Gedächtnis des Waldes. Wenn ein neuer wächst, zeigt er seinen Wurzeln den Weg. ARA – DIE BOTIN DES LICHTS MIT KI ENTWORFEN Ara ist die Jüngste. Sie lebt nicht unter der Erde. Sie wartet dort, wo das Wasser zum ersten Mal das Tageslicht berührt. Jeden Morgen trägt sie das Licht hinunter bis an die Grenze der Dunkelheit und erinnert die anderen daran, dass ihre verborgene Arbeit irgendwann sichtbar wird. Deshalb glitzert Wasser manchmal, obwohl der Himmel beinahe grau erscheint. DAS ACHTE WESEN Originalfoto Moosquelle© Von sieben Erdgeistern kennt man ihre Namen. Vom achten nicht. Die alten Geschichten nennen es nur den Wartenden. Es soll tief unter der Quelle schlafen und nur dann erwachen, wenn der Ort in Gefahr gerät oder sich seine Geschichte grundlegend verändert. Niemand weiß, ob es ein Erdgeist ist. Vielleicht ist es die Quelle selbst. Und vielleicht beginnt ihre eigentliche Geschichte erst dann, wenn der Wartende erwacht. Der Erdklumpen direkt neben der Peilsteiner Moosquelle auf dem Foto macht tatsächlich den Eindruck eines kleinen Wesens bzw. eines Gesichts. Für mich wirkt es wie ein Erdgeist, der aus dem Boden hervorschaut: Die unregelmäßigen Erdklumpen bilden etwas, das man als Stirn, Augenhöhlen, Nase und einen breiten, zerfurchten Mund lesen kann. Das Spannende daran ist Pareidolie: Unser Gehirn erkennt in zufälligen natürlichen Strukturen vertraute Formen, besonders Gesichter. Und nach unserer gerade entwickelten Mythologie ist das natürlich ein wunderbarer Zufall: Ausgerechnet in der aufgebrochenen Erde erscheint eine Gestalt. Er zeigt sich nicht dem, der ihn sucht. Er erscheint dort, wo die Erde geöffnet wird.

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