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WILLKOMMEN IM GARTEN EDEN

Aktualisiert: vor 16 Stunden

In einem ebenen großen Garten  in Bad Sauerbrunn ohne Aussicht, dafür mit viel Einsicht, trotzdem uneinsichtig und mit verwunschenen Plätzchen. Die verzauberte Atmosphäre lädt zum Wandeln ein und zieht den Besucher mehr und mehr in eine immer weiter werdende gepflegte  Naturlandschaft bis zum Waldrand.

Eine ausladende wunderschöne, alte Blutpflaume empfängt die Gäste gleich nach dem Eingang. 

Ein sehr guter Freund sagte einmal, wir würden ein  neues Biedermeier schaffen. Wir erkennen unsere eigene bezaubernde Realität in einer Zeit von einem unerwarteten Krieg und nochmal Krieg in den "Nachbarländern" in Europa und als scheinbare Befreiung von Manipulationen der Medien, die uns Angstszenarien vorgaukeln, die wir dann wiederum auch nur über die Medien erfahren.

So wie es sich einfach und unkompliziert ergibt, wenn man es kann und weil man es kann.

Der Ausdruck Biedermeier bezieht sich zum einen auf die in dieser Zeit entstehende eigene Kultur und Kunst des Bürgertums, so in der Hausmusik, der Innenarchitektur und auch in der Kleidermode, zum anderen auf die Literatur der Zeit; beides wird oft mit dem Etikett „hausbacken“ oder „konservativ“ versehen. Als typisch gilt die Flucht ins Idyll und ins Private.


Die Bilder erzählen vom Rückzug ins Eigenheim, von der Idealisierung des Landlebens und der Entdeckung Österreich in unserer Situation, die Entdeckung Niederösterreichs als pittoreskes Urlaubsziel oder wie bei uns als willkommene Freizeitgestaltung und gesellschaftlichem Zusammen Sein.

Ich möchte das nicht als Flucht bezeichnen, sondern vielmehr als freiwilliges Zurückziehen aus einer immer mehr fordernden Gesellschaft von Energieräubern. Ein freiwilliges Verweilen in geschaffenen Paradiesen von Menschen mit denselben Sehnsüchten. Die Auszeit geniessen, das Älterwerden annehmen und aus den Erzählungen von vergangenen Erlebnissen Energie schöpfen und teilen. Willkommen im Paradies von Karin und Kornelius.

Gefühlt, hinten in Bad Sauerbrunn oder vielleicht noch ein wenig weiter am Ende einer schmalen  Strasse, befindet sich eine kleines Gebäude zum Verweilen, wie ich das beschreiben möchte. Noch ein bisschen rundherum und die kleine Gartentüre wird ersichtlich, die Karin für uns offen gelassen hat, weil die Klingel nicht funktionierte. Fred und die Gast Karin,  ein Schweizer Steirer oder ein Wiener Schweizer, der letztendlich als Steirischer Wiener entlarvt wurde, kamen gleichzeitig an und planten trotz sehr, sehr warmer Temperaturen eine elektrische Mountain Bike Tour in die Umgebung.

Die Vorspeise wurde daher nur zu 6t verspeist und trotz ziemlich heißem Wetter liebten wir Wein, Wasser und Bier. Die Themen der Gruppe bewegten sich in deutschen Städten oder österreichischen Orten, und die vielen Kärntner Studenten in Graz. Von erotischen Fehleinschätzungen und gesundheitlichen Entschuldigungen für unbestimmte sexuelle Vorfälle, die in unserem Alter sowieso nicht mehr sehr ernst genommen werden sollten.

Ein plötzlich aufkommender starker Wind blies uns fast das Geschirr vom Tisch und der Gastgeber erzählte impulsiv und mitreissend über den Laut von Tauben oder Ringeltauben, die für mich dem Ruf eines Uhus glichen. Als plötzlich noch lauterer Lärm ertönte und gerätselt wurde, warum jetzt ein Hubschrauber landet, der sich als vorbeifahrender Zug in der Nähe erwies. Es ist mir bis dahin nicht einmal aufgefallen, daß überhaupt Bahngleise in der Nähe lagen. Kurz erhaschten Fabios Augen die Spitze des Zuges und veranlassten ihn in einem Augenblick der Sehnsucht darüber zu sinnieren, wie schön doch das Zugefahren ist und wie man spontan mit den Seniorenkarte der ÖBB auf einen Kaffee nach Salzburg fahren kann.


Geheiratet wurde in einem Zug erzählte Jolanda, der für eine ganze Hochzeitsgesellschaft gebucht wurde, wobei ich vergessen habe zu fragen wohin dieser überhaupt gefahren ist. Einschliesslich der Reservierung des Speisewagens für die Gesellschaft. Literweise wurde Wodka getrunken und bis in die Nacht oder auch die ganze Nacht bis in die Früh gefeiert. 

Eine herrliche Gazpacho oder eine kalte Kräutersuppe, auf jeden Fall sehr grün aber wunderbar nach den frischen Kräutern des Gartens schmeckende Vorspeise wurde serviert. Obwohl wir kulinarisch dann auch noch mit Salat aus dem Garten und Wildschweinbraten mit Sauce und Kartoffeln verwöhnt wurden, gab es auch das Thema Vegan oder was esse ich eigentlich? Warum eigentlich Lebensmittel wie Fleisch aussehen sollen, obwohl es sich gar nicht um Fleisch handelt oder auch so bezeichnet wird. Ein weltweites Lebensmitteldesasters, daß uns gerade einholt, weil wir manipulativ verunsichert werden, was denn jetzt wirklich gesund ist, bis wir einfach aufgeben, weil das Thema gesunde Ernährung sehr weitreichend ist.

Tipp:



Laut meinen Informationen und dem Gefühl etwas richtiges gelesen zu haben, sollten wir die Welt von außen betrachten. Seit Jahrzehnten aber trotzdem gefühlt nicht so lange, wird die Wissenschaft derzeit in erster Linie von 3 Ausschlaggebenden Branchen gefördert, die Lebensmittelindustrie, Pharmaindustrie und die Produktion. Das heißt es wird nicht nach Dringlichkeit wissenschaftlich geforscht, sondern nach für den Menschen energieraubenden Produkten geforscht, die sich im Idealfall für die Wirtschaft  dann auch noch gegenseitig ergänzen könnten oder können werden. Ein menschegemachtes oder mediengemachtes Ernährungsproblem, obwohl Tonnen von gesunden und geniessbaren Lebensmitteln weggeschmissen werden. Iss gesund, was Dir über die Medien gesagt wird. Kauf ein, was vegan ist, aber in kleinen Plastikschälchen verpackt wird und nimm Tabletten, wenn die Nase juckt, obwohl noch nie einer an Heuschnupfen gestorben ist.

Es liegt an uns, das zu verhindern und unsere Lebensweise der Natur anzupassen und erst Himbeeren essen, wenn Himbeerzeit ist. Und dann ohne Verpackung und einfach vom Strauch in den Mund. Oder wie gestern vom Apfelbaum direkt in den Mund. Willkommen im Paradies.


Das alles fällt uns leicht, weil wir sehen. Und die Personen der Gesellschaft des heutigen Abends je in seinem eigenen kleinen Paradies leben und wir aus einer aufregenden, Zeit ohne Furcht und angstmachenden Klimanachrichten über Geschehnisse frei erzählen können. Von Zeiten in denen Frauen, die ein selbstständiges Leben wagten und es schafften auf eigenen Beinen zu stehen, was damals aussergewöhnlich war und heute oft fürviel zu selbstverständlich angesehen wird.

Aber ein Schritt hinter dem anderen. Wir leben von Augenblicken, die im Gedächtnis sitzen, wie ein schönes Bild von vergangenen Zeiten an der Wand.

Wir erkunden unser Gehirn nach Erinnerungen, die über einen mutigen Weg  führen und das Wesentliche dabei markiert wurde, wie ein Tatoo. Ein Blick in Augen, die Dir in die Seele geschaut haben oder sind es die, denen Du erlaubt hast, dich zu sehen? In jedem Fall zählt dieser eine unvergessliche  Augenblick für immer!

Und ich sehe Deine wunderschönen Augen und den Blick, der mich findet, zeigt von ehrlicher Hingabe und tiefen Vertrauen in die schönen Dinge, die wir erleben und erleben durften.




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