top of page
  • AutorenbildMOO

ANTROPOSOPHIE

Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltall führen möchte.

Anthroposophische Firmen erkennen: oft hilft ein genauer Blick aufs Schriftbild/Logo. Rechte Winkel findet man dort nicht - alles krumm und schief, abgerundet.




Und wenn der Mensch im richtigen Sinne Anthroposophie aufnimmt, Antroposophie nicht liest wie irgendeinen Sensationsroman, sondern so liest, daß dasjenige, was ihm in Antroposophie mitgeteilt wird, Inhalt seines Gemütes wird, dann erzieht er allmählich sein Herz und seine Seele also zum Miterleben desjenigen, was da draussen sich im Jahreslauf abspielt. Und wie man den Tagesablauf erlebt im morgendlichen Frischen, im Bereitetsein zur Arbeit am Vormittag, im Auftreten des Hungers, im Auftreten der Ermüdung am Abend, weil man da die inneren Vorgänge, das innere Leben, das innere Leben und wegenKraft der Materie, innerhalb der Haut verspürt, so kann man dadurch, daß man sich die von der Beschreibung sinnlicher Ereignisse ganz abweichenden anthroposophischen Ideen zu Gemüte führt, kann man dieses Gemüt bereiten, daß es wirklich empfänglich, sensitiv wird für die Ideen, für dasjenige, was im Jahreslauf webt und lebt.



Und dann kann man dieses Miterleben des Jahreslaufes immer mehr und mehr vertiefen, bereichern, dann kann man es wirklich dazu bringen, daß man nicht sauer, nicht so sauer - möchte ich sagen - als Mensch innerhalb seiner Haut dahinlebt und die äusseren dinge an sich vorübergehen läßt, sondern dann kann man es erleben, daß man mit jeder Blume selber in seinem gemüte blüht, daß man das Blühen der Blume miterlebt, das man das Aufschließen der Knospen miterlebt, daß man sich in Tautröpfchen, aus dem die Sonnenstrahlen erglänzen, im erglänzenden Lichte miterlebt dieses wunderbare Geheimnis des Tages, das uns eben in dem erglänzenden Tautröpfchen z.B. am Morgen entgegentreten kann. Man kann also in einer Weise hinauskommen über dasjenige philiströs-prosaische Miterleben (von beschränkter, engstirniger Denkart) der äußeren Welt, das sich dadurch ausdrückt, daß man im Winter seinen Winterrock anzieht, im Sommer eine leichtere Kleidung sich anzieht, daß man einen Regenschirm nimmt, wenn es regnet; wenn man hinauskommt bis in dieses Miterleben des Webens und Treibens der Naturdinge und Naturtatsachen, dann wird erst der Jahreslauf wirklich verstanden.



Denn aber ist man auch, meine lieben Freunde, wenn der Frühling durch die Welt geht, wenn der Sommer herankommt, mit seinem Herzen mit seiner Seele dabei, wie das spriessende, sprossende Leben sich entfaltet, wie die Elementargeister draußen schwirren und fliegen in den Linien, die ihnen aufgedrängt werden durch den Gang der Planeten, dann lebt man sich selber hinaus während der Hochsommerzeit in einkosmisches Leben, das allerdings das unmittelbare innere Leben des Menschen abdämpft, aber dabei den Menschen hinausführt in seinem eigenen Erleben - man könnte sagen - in einem kosmischen Wachschlaf hinausführt in die Hochsommerzeit in ein Miterleben der planetarischen Vorgänge.



Nun ist es heute so, daß der Mensch eigentlich nur glaubt, in der Natur zu leben, wenn er das Sprießende, Sproßende, das wachsende undKeimende, das Fruchtende erlebt. Es ist eben so, daß der Mensch mehrHerz und Sinn hat, wenn er auch nicht eingehen kann, wenn er auch nicht miterleben kann, wie ich es beschrieben habe, das Keimende, Fruchtende, sodaß für das Keimende, Fruchtende mehr Sinn hat, als für das Ersterbende, sich Abtötende, das im Herbst herankommt.



Aber eigentlich, meine lieben Freunde, wir verdienen nur mitzuerleben das Fruchtende, Wachsende, Sprossende, Keimende, wenn wir auch miterleben können, wenn der Sommer zur Neige geht und der Herbst herankommt, das sich Lähmende, das sich Ertötende, das Hinuntersinkende, das welkende Leben, das mit dem Herbst eintritt


Aus einem MICHAEL VORTRAG,

gehalten am 5. Oktober 1923

in Dornach von RUDOLF STEINER 


ANTHROPOSOPHIE - eine Mischung aus Esoterik und Naturwissenschaft



Comments


bottom of page