EIN FREUND VON MAHATMA GANDHI
- MOO

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Kinder weinen.
Narren warten.
Dumme wissen.
Kleine meinen.
Weise gehen in den Garten.
Während der Spruch im Internet fast immer Rabindranath Tagore zugeschrieben wird, stammt das literarische Original in einer sehr ähnlichen Version aus dem Kinder-Verwirr-Buch (1931) von Joachim Ringelnatz.
Joachim Ringelnatz
„Kinder weinen.“ – Dies steht für die pure, ungefilterte Emotion. Kinder reagieren unmittelbar auf Schmerz oder Enttäuschung, ohne ihre Gefühle strategisch zu verbergen.
„Narren warten.“ – Ringelnatz kritisiert hier die Passivität. Wer unklug ist, verharre untätig in der Hoffnung, dass sich Probleme von selbst lösen oder das Glück einfach so vorbeikommt.
„Dumme wissen.“ – Ein ironischer Seitenhieb auf die vermeintliche Besserwisserei. Ungebildete oder engstirnige Menschen sind oft felsenfest von ihrer eigenen Meinung überzeugt und lassen keine Zweifel zu.
„Kleine meinen.“ – Das Wort „Kleine“ kann hier sowohl für Kinder als auch für Menschen mit geringem Einfluss stehen. Sie äußern Vermutungen, haben aber in der Welt oft kein echtes Gehör oder Fundament für ihre Behauptungen.
„Weise gehen in den Garten.“ – Der Höhepunkt und die Auflösung des Gedichts. Wahre Weisheit liegt für Ringelnatz nicht im endlosen Diskutieren, Streiten oder Verharren. Die Weisen entziehen sich dem Lärm und der Hektik der Welt. Sie suchen den Frieden in der Natur, um Kraft zu tanken und Abstand zu gewinnen.
Joachim Ringelnatz (1883–1934), eigentlich Hans Gustav Bötticher, war ein berühmter deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler der Weimarer Republik. Interessanterweise berühren sich die beiden Autoren genau bei dem genannten Zitat:
Während der Spruch im Internet fast immer Rabindranath Tagore zugeschrieben wird, stammt das literarische Original in einer sehr ähnlichen Version aus dem Kinder-Verwirr-Buch (1931) von Joachim Ringelnatz.

Dumme rennen • Kluge warten • Weise gehen in den Garten
Dies ist ein wunderbares Zitat, das oft dem bengalischen Dichter und Philosophen Rabindranath Tagore zugeschrieben wird. Es erinnert uns daran, Hektik und Stress hinter sich zu lassen, Geduld zu bewahren und stattdessen die Ruhe, Schönheit und Erneuerung in der Natur zu suchen.
Rabindranath Tagore (1861–1941) war ein bengalischer Dichter, Philosoph, Musiker und Maler, der als einer der bedeutendsten Universalgelehrten des modernen Asiens gilt. Im Jahr 1913 erhielt er für seine Gedichtsammlung Gitanjali als erster Nicht-Europäer den Nobelpreis für Literatur. Er prägte maßgeblich die Kultur Indiens und setzte sich zeitlebens für Bildung, soziale Reformen und den Frieden ein.
LITERARISCHES GENIE
Er verfasste über 1.000 Gedichte, zahlreiche Romane wie Das Heim und die Welt (Ghare baire), Dramen und Essays.
MUSIKER DER HERZEN
Tagore komponierte mehr als 2.000 Lieder, die bis heute als eigene Musikgattung (Rabindra Sangeet) tief in der bengalischen Kultur verwurzelt sind.
Zwei Nationalhymnen: Er ist der EINZIGE MENSCH DER WELT, der die Nationalhymnen für zwei verschiedene Staaten verfasst hat: jene für Indien (Jana Gana Mana) und für Bangladesch (Amar Shonar Bangla).
SPÄTE MALEREI
Erst im Alter von fast 60 Jahren begann er zu malen und schuf über 2.500 ausdrucksstarke Gemälde und Skizzen.
POLITISCHES ENGAGEMENT
Er war eng befreundet mit Mahatma Gandhi, hielt jedoch Distanz zum extremen Nationalismus, da er an eine globale Verständigung der Völker glaubte. Seinen britischen Rittertitel (Sir) gab er 1919 aus Protest gegen ein britisches Massaker an indischen Demonstranten zurück.

SEINE PHILOSOPHIE • MENSCH UND NATUR
Tagore sah den Menschen nicht getrennt von der Natur. Entgegen der damals oft weltabgewandten Askese im Hinduismus predigte Tagore eine lebensbejahende Philosophie. Gott und die spirituelle Wahrheit offenbarten sich für ihn in der Schönheit der realen Welt – im Singen der Vögel, im Wachsen der Pflanzen und eben in der Ruhe des Gartens.
Um diese Ideale weiterzugeben, gründete er in Santiniketan eine experimentelle Freiluftschule, an der Kinder ganz ohne Druck, dafür aber inmitten der Natur, durch Kunst, Musik und Tanz lernten.
In den 1920er-Jahren reiste Tagore mehrfach nach Europa und Deutschland. Seine Vorträge zogen Massen an, und er hinterließ bei Intellektuellen wie Thomas Mann bleibenden Eindruck.





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