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GLAMOUR ROUTE

  • Autorenbild: MOO
    MOO
  • 16. Sept. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Feb.

Die glamouröse Seite von Cortina: Weltstars und Haute Couture, zwischen Film und Wirklichkeit.

Eine wahre Geschichte aus den 60er Jahren. Zwei Boys, zwei Freunde,  der eine fesch mit hellem Haar der andere auch fesch mit dunklem Haar.

In Österreich gibt es nur noch wenig Schnee, und der Freund im Reisebüro empfiehlt damals wie heute den hippen Winterort Cortina d’Ampezzo. Dort sind noch Schnee und Party garantiert.

Cortina d’Ampezzo ist ein Skiort im Norden Italiens. Er ist Teil des Gebiets Dolomiti Superski, zu dem auch der Passo di Falzarego mit seinen Abfahrten gehört. Zu den Austragungsorten der Olympischen Winterspiele von 1956, die in Cortina stattfanden, gehören das Eisstadion, die Eugenio-Monti-Bobbahn und das Trampolino Olimpico Italia.

Auf gehts mit dem nagelneuen BMW, ein gelbes Alucoupee (gekauft beim Rider Kurtl )und einfach cool oder heiß wie man das so nannte in den 60ern. Fritz und Marino nicht auf der Suche nach Abenteuern und Mädchen.

Von leiwand bis gaga  die Entwicklung der Jugendsprache

Quelle: Claudia Janetzko/Marc Krones am Germanistik-Lehrstuhl Professor Eva Neuland/Universität Wuppertal (basierend auf 15 Sprachlexika)

Im Gepäck hatte zumindest einer einen Skianzug mit- ein nagelneuer Jean Claude Killy Ski Anzug. 

Jean-Claude Killy pictured with silver medallist Guy Périllat after winning the first of his three Winter Olympic gold medals in the downhill at Grenoble 1968 ©Getty Images

Die Anreise verlief entspannt und war von großer Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer geprägt. Schon bei der Ankunft im Hotel Post, das ihnen als die beste Adresse der Umgebung empfohlen worden war, wurden die beiden herzlich willkommen geheißen. Der Gastgeber begrüßte sie freundlich am Empfang. Während sie auf die Erledigung der Anmeldeformalitäten warteten, öffnete sich plötzlich auf unerwartete Weise ein Koffer – und mit einem lauten Klirren kullerten Flaschen mit Wodka und anderem Alkohol über den Boden.

Mit einem verschmitzten Lächeln führte der Hotelier die beiden anschließend auf ihr Zimmer im zweiten Stock. Nach einem erfrischenden gemeinsamen Bad und einem ausgelassenen Backgammon-Spiel mit Wasserspritzern und entsprechendem Abendstyling machten sie sich noch am späten Abend auf den Weg ins Dorf zum Abendessen.

Am nächsten Morgen fuhren sie nach einem genussvollen Frühstück mit dem Auto zum Falzarego-Pass bei den Cinque Torri, um dort Ski zu fahren. Ihr Fahrer Fritz jedoch ließ sich von dem dichten Stau auf der verschneiten Serpentinenstraße nicht aufhalten – unter Applaus und Jubel der dort Wartenden überholte er die gesamte Kolonne und brachte sie direkt bis vor den Haupteingang des Hotels.

Abends ging es dann in den Club Med zum Feiern. Am Eingang konnte man Bons für Getränke kaufen und diese später an der Bar einlösen. Fritz überlegte kurz und kaufte dann die ganze Rolle mit dem Abreißpapier, um sie an die Mädels und Fans zu verteilen, die ihn schon von der spektakulären Überholaktion am Nachmittag kannten, was die Stimmung nachhaltig anheizte und auf eine erfolgversprechende Atmosphäre und Nacht hoffen und erahnen ließ.


Der nächste Tag begann spät, und es ging im neuen Anzug auf die Piste. Vor dem Schlepplift bildete sich bereits eine Warteschlange. Damals wurden die Skiliftkarten noch kontrolliert und gezwickt, wie in der Straßenbahn. Die beiden erreichten die Kontrollstelle, und Fritz suchte nach der Liftkarte. Ruhig und gelassen, fast zu langsam und zu gechillt für seinen Freund, begann er, seine Taschen zu durchsuchen, um dann grinsend festzustellen, dass der neue Skipass verschwunden war. Die gute Laune ließen sie sich nicht verderben und begaben sich direkt zur Après-Ski-Bar, wo die Coolen und Schönen sich lieber von der Sonne bestrahlen ließen und im Liegestuhl, gehüllt in teure Pelze, die Stunden verbrachten.


Diese Bilder sich nicht dort aufgenommen worden, sondern aus der Fotokiste meiner Mutter, also zeitlich ein bischen früher, wie die Erlebnisse von Fritz und Marino.

Da kein Platz mehr frei war setzte die beiden sich auf die Stiegen einer Veranda und bestellten beim Kellner: zwei Portionen Spagetti und eine Flasche Wodka.



Auf diesen Bildern sind Valerie, meine Mama als Kind, mit ihrem Bruder Karl und meiner Oma Karla, glückliche junge Frau. Sowohl meine Oma mit den Kindern und auch meine Mutter haben einige Winter in Cortina d’Ampezzo, Kitzbühel oder in Gschnitz in Tirol verbracht.




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