top of page
  • AutorenbildMOO

SCHWEIGEN, WENN MAN NICHT MEHR SPRECHEN WILL

Schweigen Sie respektvoll.

Welche Wirkung hat Schweigen?

Zwar kann Schweigen positiv wahrgenommen werden – als stille Zustimmung zum Beispiel. Doch wird Schweigen im Rahmen eines Konfliktes bewusst eingesetzt, hat es meist eine negative Konnotation und kann ein Gefühl des Ausgestoßenseins, der Zurückweisung und Verunsicherung beim Gegenüber hervorrufen.

Die Zeit ist jetzt, in der unsere Generation zu den Alten geworden ist. Oder die Zeit in der ich das Alter das erste mal so richtig spüre . Irgendwie ganz anders, wie ich mir das vorgestellt habe. Geht das allen so? Warum verstehe ich erst jetzt oder überhaupt. Vielleicht lassen einem die verschwindenden Hormone, ich meine nicht nur die Sexualhormone, sondern die vielen anderen, von denen man heute weiß, daß sie für Emotionen, Gefühle, Verarbeitungsmechanismen, u.a. verantwortlich sind, diesen letzten Abschnitt des Lebens ganz anders zu empfinden. Ich habe mich doch aufs Alter gefreut und glaubte tatsächlich diese letzte Zeit zu geniessen und geniessen zu können. Ich war fleissig und habe mich angestrengt, es gut und richtig zu machen. Ich habe mein Bestes gegeben, wann immer es notwendig war. Ich konnte meine Bedürfnisse immer hinten anstellen. Es war mir nicht immer bewußt wie sehr und wie oft ich mich dabei verloren habe. Ich habe das Verlorensein nie hinterfragt, weil ich es einfach nicht bemerkt habe.

10 Wege, nichts zu sagen, aber sehr, sehr unterschiedlich.


  • ACHTSAMES SCHWEIGEN. Aufmerksames Zuhören und Wahrnehmen des Gegenübers in einem Dialog zähle ich dazu. ...

  • MACHTVOLLES SCHWEIGEN. ...

  • SOUVERÄNES SCHWEIGEN. ...

  • FREUNDSCHAFTLICHES SCHWEIGEN. ...

  • NEUGIERIGES SCHWEIGEN. ...

  • TAKTISCHES SCHWEIGEN. ...

  • STRATEGISCHES SCHWEIGEN. ...

  • SAMMELNDES SCHWEIGEN....

Seit einiger Zeit finde ich mich  und tauche auf, und  lerne ich mich neu kennen. Ich weiß, daß das Bedürfnis respektiert und geliebt zu werden sehr sehr wichtig  ist. Mein Leben sollte etwas Wunderbares sein. Voller Liebe und Harmonie, voller Kreativität und Stille. Ich liebe Gesellschaften mehr, wie die Menschen, obwohl das merkwürdig klingt. Ich liebe auch Familie und die Menschen, die diese Familie zu einer machen. Obwohl sie sich alle in andere Richtungen bewegen und unterschiedliche Lebensabschnitte erleben, kann ich oft die einzelne Konflikte nicht verstehen. Muss ich das? Oder beeinflussen die Sozial Media mit ihren immer wieder neuen Offenbarungen von Besserwissern und selbsternannten Psychologen uns Menschen zu sehr? Obwohl es heißt ohne Konflikte gibt es keine Veränderungen und kein Weiterkommen, und man solle sie zulassen, austragen und verarbeiten,  sind diese emotional so belastend, daß mein Körper schmerzt und meine Seele weint. Und sie weint gerade ständig, nur fliessen keine Tränen, weil ich eine tiefe Unruhe, spüre, weil ich mein Gleichgewicht verloren habe. Ich schlafe schlecht, was selten ist. Ich wache müde auf und will oft nicht aufstehen. Alle Dinge, die ich liebe, sind so weit weg von mir. Was bedeutet ein Leben, wenn man keine Liebe spürt und einen das Gefühl überrollt, daß man ist so wie man ist, nicht gut ist, auch für die anderen. Ich fühle mich einsam und sehne mich nach ehrlichem Interesse. Wie kann ich das ändern?

Eine Freude machen ist nicht mehr so einfach, wie früher. Jeder hat alles und vieles mehr, wie Respekt, Liebe, Freundschaft und Gefälligkeiten, die sind selbstverständlich. Sich Respekt verdienen, Freundschaften pflegen und Gefälligkeiten wertschätzen, daran arbeiten ist unmodern und nicht wirklich wichtig. Kann ich mir ja woanders holen. Oder erkenne ich nicht mehr die Möglichkeiten? Ich fange an zu zweifeln, was gar nicht gut ist. Der Blick nach aussen fällt mir sehr schwer, daß ich nach einer Idee suche, die mir den Weg zeigt oder mich wieder dorthin führt, wo ich sein will. Dorthin, wo Vertrauen herrscht, dort wo unausgesprochenen Harmonie sich breit macht. Dort wo Menschen  gemeinsam Wissen und eine verbundene Einheit bilden, die frei von Emotionen und Gefühlen ist. Dorthin wo Energie entsteht und frei fließt.


Der Blick nach Innen ist geprägt von kreisenden bis wirren Gedanken, die sich spätestens beim Lesen eines nicht fesselnden Buches oder bei einem uninteressanten Film bis in tiefe Gehirnregionen weiterranken wie eine Kletterpflanze.

Ich finde keinen inneren Frieden und fühle Ratlosigkeit. Ich bete und hoffe täglich, daß sich das ändert, finde aber nicht einmal das Ende eines Fadens, an dem ich einen Neuanfang finden könnte. Wo ist die Freude, die Abenteuerlust, die Unbeschwertheit? 

Wenn das alles so einfach wäre. Wenn ich doch wüßte, was diese Vorgänge herbeiführt. Geht es anderen auch so? Und gleichzeitig geht es mir gut- ich bin gesund, bis auf Diabetes, das mir vielleicht ein wenig Lebensfreude raubt, weil ich bei der Ernährung auf einige Dinge achten muss und dadurch eingeschränkt bin. Ich habe den besten Menschen um mich, der mich liebt und ich ihn. Und trotz dieser Tatsachen fühle ich mich traurig so traurig, das jedesmal ein Druck hinter den Augen entsteht, der mich weinen lassen will. Ich lasse das nicht zu, weil ich nicht heulen will, bei so viel Glück um mich herum. Ist das nicht blöd? So blöd, daß ich über das Heulen noch mal heulen könnte.

Aber die Zeit vergeht und wird vergehen in einem unendlichen Raum im Universum. Und so auch ich und meine Gefühle, die dann nie existiert haben, weil nur ich sie empfunden habe. 

Ich muss da durch, ob ich will oder nicht…..

So soll es sein. So  kommen wir auf die Welt, so leben wir jeder sein eigenes Leben und  vermehren uns, damit die Menschen weiterleben und sich weiterentwickeln und dieses unendliche Universum erkunden können und dürfen. Und dann lassen wir die anderen entscheiden ob du dich  und wie du dich wandeln kannst. Und entspricht das den Vorstellungen der Gesellschaft kannst Du teilhaben oder Du bleibst einsam bei Gesprächen und Deinen eigenen Gedanken. 


Wie kann ich mich integrieren, weil ich mich ausgeschlossen fühle, wie schaffe ich den Wiedereinstieg ins Familienleben ohne mich dabei zu verlieren. Wie gebe ich den anderen das Gefühl zurück „ALLES IST GUT“ wie finde ich den gesunden liebevollen Abstand zu meinem Gegenüber? Wie zeige ich meine Liebe den anderen vielen Menschen, die in meinem Umfeld leben, wenn nicht durch das, wie ich bin.


ALLES wird gut, ertönt in meinen Gedanken, alles wird GUT, alles WIRD … gut.

Zur rechten Zeit zu schweigen, ist ein Zeichen von Weisheit und oft besser als jede Rede. 

Comments


bottom of page