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EINE LEGENDE VOM ETRACHSEE

28. Sept.
3 Min. Lesezeit

Die erste Vollmondnacht in der zweiten Hälfte des Sonnenjahres 2026


Datum ist dann doch der 25.-27. September 2026 gewesen

NACH DEM Äquinoktium 2026 : Das geschieht an jedem Ort der Erde am selben Tag, die unmittelbare Umgebung der Pole ausgenommen. Die Sonne geht an diesen Tagen überall auf der Erde fast genau im Osten auf und im Westen unter. Die genauen Zeitpunkte der wahren Äquinoktien sind die Momente, in denen sich die Sonne auf dem Himmelsäquator befindet.

Frühere Zeiten und Schmerzen. Sonne und Schatten auf dem Wasser und warum das von Bedeutung sein kann, verstehen wir vielleicht nach diesem gemeinsamen Wochenende.

Von Freunden, bei denen sich ein Zusammentreffen anfühlt, als hätten wir uns erst gestern gesehen. Und von Gelassenheit und wunderbaren, ungezähmten, wilden Kindern.


Ein glückliches Geburtstagskind auf einer Reise des Staunens, bei der Freundschaft mit geteilten Erinnerungen verbunden ist und Abende zu torkelnden Ausflügen an die frische Luft verleiten.

Ein Energieschub, der so schnell nicht vergessen werden sollte, entstanden aus einer Begegnung von Menschen, die vor mehreren Jahren, vor noch mehr Jahren und vor den meisten Jahren zu Freunden wurden. Wie gestern sind diese Erinnerungen wieder da: Bilder im Kopf von erlebten Festen und Feiern, die uns wieder an diesen einzigartigen Ort in den Bergen der Steiermark, rund um den Etrachsee, gebracht haben. Sie treffen uns wie die Helligkeit und Kraft der Sonne, die in diesen Tagen vom azurblauen Himmel auf uns strahlt. Wärme entsteht, im Schatten bleibt es aber kalt. Unsere Gedanken fließen in Gespräche über. Inhaltlich rührende Worte und Reden verwickeln und verknüpfen sich über dem gemütlichen Tisch in Christines liebevoll über Jahre gestalteter und gewachsener Gaststube.



Wir schlendern ein zwei, dreimal den See entlang und rundherum, verweilen am plätschenden Ufer des Flusses und versuchen uns mehr oder weniger im Schwammerlsuchen. Diejenigen, die es nach oben zieht, erzählen nach ihrer Rückkehr vom Bergsteigen, das Verbundenheit entstehen lässt, und vom gemeinsamen Wandern, das zum Abenteuer wird. Sie berichten von erhofften oder verpassten Begegnungen mit Bären und großen Wesen in den Wäldern, deren riesige Fußabdrücke in Kuhfladen erkannt wurden.


Kinder beflügeln die Alten. Kinder, die heute noch nicht wissen, was sie hier miterleben. Da geht es fühlen und erleben und um die Entwicklung eines Starken Charakters und um den Willen und darum, wie man ihn durchsetzt: mitunter durch kreischendes Äußern und Weigern, weil einer den Boden barfuß spüren will, obwohl die erde unter den nackten Füssen sehr kalt ist, aber vielleicht genau darum. Und dann gibt es ein aufgeregtes Rufen der Freude und des Erstaunens , wenn endlich ein großer Glitzerfisch, eine wunderschöne Regenbogenforelle mit der Fliegenrute gefangen wurde und anschliessend sorgsam wieder ins Wasser zurückgesetzt wird.



Gemeinsame und einsame Bootsfahrten lassen die Realität von einer anderen Sicht erkennen und erfreuen kleine Familien oder Menschen, die Ruhe und Stille brauchen und lieber allein genießen.

Und dann der Vollmond, der für Mensch und Tier die Nacht in magische Helligkeit taucht. Die Brunft der Hirsche ist auf dem Höhepunkt. Von vorne, hinten und von den Seiten klingt ihr unheimliches Röhren von den Bergen bis zur Gaststube und darüber hinaus. Immer wieder verharrt man und lauscht dem unheimlichen Gegröle der Hirsche, die hier ihr Leben mit uns Menschen teilen.

Erlebte Geschichten beflügeln die Erzählung vom Rekordfisch, Eine Bachforelle, die ein junger Vater im Jahr 1979 fing, und lassen unsere Gedanken in die Welt des Fliegenfischens abschweifen. Aus der Mitte entspringt ein Fluss: Sonne und Schatten auf dem Wasser und warum das von Bedeutung sein kann.

SOUND OF WATER


„Wir können vollkommen lieben, ohne vollkommen zu verstehen. Denn wenn ich so alleine im Zwielicht des Canyons stehe, scheint alle Existenz in ein Wesen mit meiner Seele und meinen Erinnerungen zu verschmelzen, mit den Klängen des Blackfoot-Flusses und einem Viertaktrhythmus, und ich hoffe, dass die Forelle steigt.“Zitat aus dem Film

Am Ende fließen alle Dinge ineinander, und aus der Mitte entspringt ein Fluss.

Vielleicht entspringt jeder Fluss aus einer Mitte, die man von außen nicht sehen kann. Aus der Tiefe der Erde findet das Wasser seinen Weg ans Licht. Auch in uns gibt es Gedanken und Gefühle, die lange verborgen bleiben, bis sie eine Richtung finden.

Ein Fluss hält die Zeit nicht an. Er trägt Vergangenes mit sich, begegnet Neuem und verändert auf seinem Weg die Landschaft. Wir können nicht an seinem Anfang bleiben. Aber wir können manchmal innehalten, an sein Ufer treten und uns erinnern, woher wir kommen.

Vielleicht ist das die Kunst zu leben: in Bewegung zu bleiben und die eigene Quelle nicht zu vergessen.

Der Fluss wurde bei der großen Überschwemmung der Welt begraben und fließt aus dem Keller der Zeit über Steine. Auf einigen der Steine befinden sich zeitlose Wassertropfen, unter den Steinen sind die Wörter. Doch einige Worte wird man nie verstehen. Ich kann mich dem Wasser nicht entziehen.

Danke DIR, der dies mit Deiner Liebe, Empathie, einmaliger Wertschätzung und besonderem Engagement innitiiert und möglich gemacht hat. We love you

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