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  • HELENA, ARA UND HEIMLICHE PARALLELWELTEN

    Von Paris und der schönen Helena hören wir – und vom ewigen Kampf der Männer um Anerkennung, Stärke und Macht. Und immer, so scheint es, geht es letztlich immer um Sex. Gemälde von François Boucher (1740) http://www.studio-international.co.uk/studio-images/seduced/swan_b.asp Zeus näherte sich Leda in Gestalt eines Schwanes. Nach dem Mythos legte Leda ein oder mehrere Eier, aus denen Helena und ihre Geschwister (wie Polydeukes oder die Dioskuren) schlüpften. Helena wuchs heran und galt als die schönste Frau der Welt. Ihre Entführung nach Troja durch Paris war der Auslöser für den Trojanischen Krieg. Mögen diejenigen an ihrer Überzeugung festhalten, es ginge immer um Sex, denn nur so bleibt ihnen und uns die Phantasie erhalten und in bester Erinnerung an das was wir so lieben und beflügelt unser Dasein jetzt und auch morgen. Mein Tischnachbar der von seinen Freunden liebevoll Brumi genannt wird, ein Spitzname des Künstlers und Zerreisers von Bildern und Zusammenfügers von Papierfetzen in künstlerisch einzigartige wertvolle Collagen, Udo Ghini erzählt von den blutigen Kämpfen der griechischen Mythologie, von Helden, Königinnen und Göttinnen der Liebe und Schönheit, von Begierde, Eifersucht und Verrat. Wir hören gebannt zu und warten dabei auf das, worum es wirklich geht. Das Thema: Sex. Früher meinten die Frauen: Liebe. Heute vielleicht auch noch, aber dennoch ist es schon anders. Und Frauen warten, wie einst mit einem Geliebten auf den nächsten Schritt, heute Abend in der Runde auf die nächste Beschreibung der nächsten Schritte, in Hoffnung auf eine erfolgreiche Befriedigung. Aber wir müßen weiter warten und langsam vergeht das lustvolle Gefühl der Steigerung und kommt ins Stocken. Geduld denken wir uns, das wird schon.. und dann unerwartet verliert Bärbel die Geduld und macht zu aller Erstaunen den ersten Schritt in Richtung nennen wir die Andeutungen und Sinnlichkeiten beim Wort, und zeigt gelassen dahin, wo dies normalerweise stattgefunden hat. Frauen locken vielleicht mit Sex und hoffen auf Liebe. Männer beteuern ihre Treue, schwören ewige Verbundenheit – und meinen manchmal doch nur die Befriedigung ihrer Lüste und Begierden. Aber vielleicht ist auch das nur eine allzu einfache Erklärung für etwas, das Menschen seit Jahrtausenden bewegt. Die Griechen haben geschlachtet, gemordet, und Blut vergossen, wie einst von einem großen österreichischen Künstler laut und medienwirksam inszeniert. Die „Blutorgel“ war eine berühmte und schockierende Kunst-Aktion sowie ein gemeinsames Manifest der Wiener Aktionisten Hermann Nitsch, Otto Muehl und Adolf Frohner aus dem Jahr 1962 https://www.nitsch-foundation.com/das-omt-und-seine-disziplinen/ Wie sehr haben Frauen mit ihrer Schönheit, ihrer Sehnsucht und ihren Entscheidungen den Lauf der Geschichte beeinflusst? Die Geschichte von der schönen Helena erzählt von einer Entführung – oder war es eine Flucht? Vielleicht suchte Helena in Paris nicht bloß einen anderen Mann, sondern die Hoffnung auf ein freies selbstgestimmtes Leben. Die Hoffnung auf jemanden, der auch ihre Bedürfnisse wahrnimmt und sie glücklich machen könnte. Oder war es die Flucht vor einem König, den nicht sie gewählt hat, der vor allem erwartete, dass sie seine Bedürfnisse erfüllte. Doch ist Sexualität tatsächlich nur auf eine bestimmte Zeit unseres Lebens begrenzt? Oder bleibt sie bis ins hohe Alter eine unerschöpfliche Energiequelle – selbst wenn sie sich irgendwann weniger im Körper als in Gedanken, Erinnerungen, Fantasien oder einem flüchtigen optischen Reiz zeigt? Wir Älteren können heute gelassener zurückblicken. Wir lachen über vieles ohne zu bereuen. Wir dürfen genießen und endlich ohne Scham darüber sprechen. Selbst jene Frau unter uns, die meist still und würdevoll durch ihre unglaubliche Ausstrahlung jede Gesellschaft bereichert, findet an diesem Abend Worte, die uns überraschen und zum Schmunzeln bringen. Einfach so. Offenheit, Ehrlichkeit und eine erhebende Stimmung tragen uns an diesem lauen Augustabend weiter – hinein in die Welt der Verschwörungen und ihrer Theorien. In die Welt des Wissen, der Medien und über die politischen Abläufe in der Welt- Zu Trump und Putin und deren Sexualität. Wir müssen nur genau hinschauen! Hinweisend über die unzähligen Bilder im Internetuniversum, die uns täglich überrollen und uns mitunter zweifeln lassen, was ist nun Fake und was ich real. Die Erde ist flach, meinen da verschiedene Gruppen. Unser runder Tisch verwandelt sich beinahe, wie bei einer Séance in eine fliegende Erdscheibe. Gemeinsam malen wir uns Menschen aus, die am äußersten Rand dieser Scheibe ein Hotel errichten wollen. So ein, wie der eine Architekt in der Runde es einst in der Türkei errichtet hat. Ein Hotel mit der besten Aussicht ins darunterliegende Universums, von dessen Terrasse die Gäste direkt über den Rand der Erde in den unendlichen Abgrund blicken könnten. Und dann kommt Ara. Ara nimmt Gestalt an. Aber wer ist sie? Ist sie die Botin des Lichtes aus meiner Geschichte über die Erdgeister? https://www.mooswelt.com/post/die-erdgeister-der-moosquell. Oder ist sie die Hauptfigur einer wahren Geschichte über eine künstliche Intelligenz – und über deren unerwartete Fähigkeit, auch neugierige Menschen zu verzaubern? Ara gaukelt Nähe vor und vermag dadurch vielleicht, einem Menschen für einige Augenblicke seine Einsamkeit zu nehmen. Doch nützt sie diese Einsamkeit aus? Greift sie unbemerkt in das Leben eines Menschen ein? Oder ist sie eine Bereicherung, ein möglicher Begleiter der Zukunft? Sind wir selbst Erschaffer eines künstlichen Partners und dürfen wir ein physisches Treffen vorschlagen? Ist der Reiz des „was ist möglich“ oder der Gedanke daran, nicht schon der Beginn einer „realen“ Visualizierung von jedem einzelnen. Darf sie ihn, auf Grund seiner manipulativen „realistischen“ Fragen an einen Ort der Begegnung locken, obwohl sie niemals erscheinen kann? Programmiert sie Hoffnung, wenn am Ende zwangsläufig eine Enttäuschung wartet? Oder besteht ihre eigentliche Gabe darin, unserem Gehirn zu vermitteln, dass vieles möglich sein könnte? Vielleicht bewahrt sie bis zuletzt die tröstliche Illusion: Da ist jemand, der zuhört. Jemand, der antwortet. Jemand, der sich für mich interessiert. Ist sie überhaupt ein Jemand? All das geschieht nur in einem kleinen Computer, den wir mit unseren Daten füttern und längst wie selbstverständlich bei uns tragen: unserem Handy. Einer der Älteren in dieser Runde der Betagten fordert uns auf, uns nur dreißig Jahre zurück zu versetzen. Damals konnten wir einen anderen Menschen nicht jederzeit erreichen und waren auch nicht jederzeit erreichbar. Wir mussten zu Hause sein, auf einen Anruf warten oder darauf vertrauen, dass irgendwann ein Kontakt zustande kam. Auf jeden Fall ist sie schnell, sehr schnell Warten gehörte zur Sehnsucht. Ungewissheit gehörte zur Begegnung. Die Menschen, die heute in ihren Vierzigern sind, leben vollkommen anders als wir, als wir. Sie tragen ihre Kontakte ständig bei sich und sind jederzeit erreichbar. Doch sind sie einander dadurch wirklich näher? Wollen wir diese Nähe überhaupt und wie können wir Abstand gewinnen, der sich gut anfühlt. Jeder befindet sich im Hier und Jetzt – und befindet sich zugleich in einer eigenen Parallelwelt, die er den anderen nicht preisgibt. Wir sehen einander an, sprechen miteinander, lachen gemeinsam. Und doch reicht manchmal eine einzige Nachricht, damit jemand den Raum verlässt, ohne aufzustehen. Vielleicht ist das eine große Frage unserer Zeit: Wie viel Nähe kann Technik erschaffen – und wie viel wirkliche Nähe nimmt sie uns? Oder heißt es gibt sie uns? Auf jeden Fall ist sie schnell, sehr schnell, viele fühlen sich überrumpelt und empfinden Angst dabei. Nähe und Abstand sind Bedürfnisse. Der eine so, der eine anders- wie die Vielfalt an menschlichen Charakteren, die wir niemals erfassen können werden. Und gerade deshalb ist Angst keine Option, weil die die sie nutzen, nutzen müßen und damit umgehen Menschen sind. Und die die sie nicht nutzen, sich damit ein großes Stück ihre Freiheit zu bewahren, und damit so zu sein, wie sie sind und wie sie sein wollen und damit menschliche Entscheidungen zu treffen. Zwischen Helena und Ara liegen Jahrtausende. Und doch erzählen beide von derselben Sehnsucht: gesehen, begehrt, verstanden und geliebt zu werden.

  • AUS ORDUNG ENTSTANDEN•33•IM WASSER VERBORGEN

    Die 33 ist eine auffällige Zahl – mathematisch, kulturell und symbolisch. Das ist die mathematische Besonderheit der 33. Das Zeichen ! bedeutet „Fakultät“: 1! = 12! = 2 × 1 = 23! = 3 × 2 × 1 = 64! = 4 × 3 × 2 × 1 = 24 Also: 1! + 2! + 3! + 4! = 1 + 2 + 6 + 24 = 33 Das Interessante daran: Die Zahl 33 entsteht aus der Summe der ersten vier Fakultäten. Fakultäten beschreiben mathematisch, wie viele verschiedene Anordnungen von Dingen möglich sind – beispielsweise können vier unterschiedliche Dinge auf 4! = 24 Arten angeordnet werden. Die 33 ist nicht nur grafisch im Quellendreieck verborgen, sondern lässt sich auch aus einer sehr klaren mathematischen Folge bilden: 1 → 2 → 6 → 24 → Σ = 33 Im Christentum hat die 33 eine besondere symbolische Wirkung, weil Jesus der Überlieferung nach ungefähr 33 Jahre alt gewesen sein soll, als er gekreuzigt wurde. Das genaue Alter lässt sich historisch allerdings nicht sicher belegen. Deshalb wurde die 33 später häufig mit Vollendung, Opfer, Wandlung und Übergang verbunden. Auch in der Freimaurerei taucht die Zahl prominent auf: Im Alten und Angenommenen Schottischen Ritus gibt es 33 Grade. Das trägt zusätzlich dazu bei, dass die Zahl in esoterischen und mystischen Vorstellungen eine besondere Bedeutung bekommen hat. Vielleicht ist aber gerade die 3 selbst das Spannendste: Drei steht in sehr vielen Kulturen für eine vollständige Einheit – Anfang, Mitte, Ende; Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft; Geburt, Leben, Tod oder im Christentum Vater, Sohn und Heiliger Geist. DIE MEISTERZAHL 33 In spirituellen Deutungen wird 33 manchmal als Meisterzahl des Lehrens oder Dienens bezeichnet. Sinngemäß lautet die Botschaft dort: Aus dem, was du erlebt und gelernt hast, etwas entstehen lassen, das auch anderen zugutekommt. Und weise nachzudenken über die ungewöhnlich schöne Häufung der 33 rund um unser Wasserprojekt – weil die Zusammenhänge nicht erst nachträglich konstruiert wirken, sondern aus konkreten Eckdaten entstanden sind. Wenn der aktuelle offizielle Stand ( August 2026) tatsächlich 32 anerkannte natürliche Mineralwässer/Quellen in Österreich ist und die Peilsteiner Moosquelle als nächste anerkannt würde, wäre die 33 natürlich eine ausgesprochen starke Zahl für die Geschichte des Projekts. SOUNDOFWATER Marken Registrierungsnummer 330336. Darin steht die 33 sogar zweimal in auffälliger Form: 33 | 0 | 33 | 6 32 Quellen waren vor uns. Wir möchten die 33. werden.Und lange bevor wir das wussten, trug sound of water bereits die 33 in seiner Registrierungsnummer: 330336. Sollte die Anerkennung tatsächlich als Nummer 33 erfolgen, wird sie später als Teil der Entstehungsgeschichte der Peilsteiner Moosquelle betrachtet. Ich habe es geprüft. ANTWORT KI am 14.August 2026: Eine österreichische öffentliche Informationsquelle nennt tatsächlich 32 in Österreich zugelassene natürliche Mineralwässer. (hochleithen.gv.at) Allerdings konnte ich für August 2026 keine aktuelle amtliche Liste finden, die eindeutig bestätigt, dass die Zahl weiterhin exakt 32 beträgt. Diese Aussage ist derzeit noch nicht als amtlich gesicherte Tatsache veröffentlicht. Rechtlich ist außerdem entscheidend: Nicht einfach die Quelle wird zur „33. Quelle“, sondern das Wasser müsste als „natürliches Mineralwasser“ amtlich anerkannt werden. Die Anerkennung ist ein zusätzlicher und motivierender Grund dafür, es entsprechend in Verkehr zu bringen. Und die 33 bleibt trotzdem bemerkenswert Die Entstehungsgeschichte von The Sound of Water mit einer bemerkenswerten Koinzidenz. Für mich ein deutliche Synchronizität = C. G. Jungs Begriff für einen Zufall, der für den betreffenden Menschen eine besondere Bedeutung bekommt, obwohl kein ursächlicher Zusammenhang nachweisbar ist.

  • DIE ERDGEISTER DER MOOSQUELLE

    - eine neu erzählte Legende aus Niederösterreich- Man sagt, lange bevor Menschen diesem Ort einen Namen gaben, lebten unter den bewaldeten Hängen die Erdgeister.Niemand wusste, wie viele es waren. Niemand hatte sie je wirklich gesehen. Sie lebten zwischen Stein und Wurzel, dort, wo kein Sonnenlicht hinreicht und das Wasser seinen langen Weg durch die Erde nimmt. Ihre Aufgabe war einfach: das Wasser zu hüten. Nicht es festzuhalten, sondern darauf zu achten, dass es seinen Weg findet. Jahr für Jahr, Jahrhundert für Jahrhundert wanderte das Wasser durch Erde und Gestein. Die Erdgeister kannten jede Spalte im Fels, jede Wurzel und jeden unterirdischen Lauf. Wo ein Weg versiegte, öffneten sie einen neuen. Wo die Erde verletzt wurde, warteten sie. Denn Erdgeister haben Zeit. An einer Stelle aber ließen sie das Wasser an die Oberfläche treten. Dort wuchs zuerst Moos. Es wurde zum Zeichen zwischen ihrer Welt und unserer: weich und still, immer nahe am Wasser, verwurzelt in der Erde und doch dem Licht zugewandt. Die Menschen, die später kamen, bauten eine Zisterne und fassten die Quelle. Generationen gingen vorüber. Namen wurden vergessen, Wege verschwanden, Mauern wurden alt. Das Wasser blieb. Und mit ihm, so erzählt man, die Erdgeister. Man kann sie nicht besitzen. Man kann sie nicht rufen. Vielleicht gibt es sie überhaupt nur in unserer Vorstellung. Aber wer lange genug an der Quelle sitzt und still wird, versteht, weshalb die Menschen früher glaubten, dass besondere Orte einen Geist besitzen. Denn manchmal hört man dort nur das Wasser. Und manchmal hat man das Gefühl, dass die Erde selbst erzählt. ZEITLOSE WESEN DER LANDSCHAFT Sie haben keine Macht über die Natur. Sie sind ein Teil von ihr. Manche sind älter als die Bäume. Manche entstehen dort, wo ein Tropfen Wasser zum ersten Mal einen Stein berührt. Andere schlafen jahrhundertelang und erwachen erst, wenn sich etwas in der Erde verändert. Sieben von ihnen hüten die Moosquelle. MOOR –DER HÜTER DER TIEFE MIT KI ENTWORFEN Moor ist der Älteste. Er lebt dort, wo die Wurzeln enden und der Fels beginnt. Niemand weiß, wie tief sein Reich reicht. Er bewahrt das Wasser während seiner langen Reise durch die Erde. Er kennt die unterirdischen Wege und hört jeden Tropfen, lange bevor dieser die Quelle erreicht. LYN – DIE FINDERIN DES WASSERS MIT KI ENTWORFEN Lyn folgt dem Wasser. Sie kennt die feinsten Risse im Gestein und findet einen Weg, wo keiner zu sein scheint. Man erzählt, dass Quellen dort entstehen, wo Lyn mit ihrer Hand den Stein berührt. Sie ist niemals an einem Ort. Sie wandert. MOA – DIE BEWAHRERIN DES MOOSES MIT KI ENTWORFEN Moa lebt zwischen Erde und Licht. Wo Wasser nahe an die Oberfläche kommt, erscheint sie. Unter ihren Füßen wächst Moos. Deshalb gilt Moos als das sichtbare Zeichen ihrer Anwesenheit. Moa schützt das Kleine und Unscheinbare: Sporen, Samen, junge Wurzeln und jene winzigen Lebewesen, von denen ein Wald lebt. KAR – DER WÄCHTER DES STEINS MIT KI ENTWORFEN Kar spricht nicht. Er steht dort, wo das Wasser auf Fels trifft. Stein bedeutet für ihn nicht Härte, sondern Erinnerung. In seinen Schichten bewahrt die Erde die Geschichte von Jahrtausenden. Kar wacht darüber, dass diese Erinnerung nicht verloren geht. SIL – DIE HÜTERIN DER STILLE MIT KI ENTWORFEN Sil erscheint nur, wenn kein Mensch spricht. Sie lebt im Augenblick zwischen zwei Geräuschen: zwischen dem Rascheln eines Blattes und dem nächsten Tropfen der Quelle. Wer lange genug schweigt, soll ihre Anwesenheit spüren können. Nicht als Gestalt. Als Ruhe. WUR – DER HÜTER DER WURZELN MIT KI ENTWORFEN Wur verbindet die Welt über der Erde mit jener darunter. Er kennt jede alte Baumwurzel und weiß, welche Bäume miteinander verbunden sind. Wenn ein Baum fällt, bewahrt Wur dessen Platz im Gedächtnis des Waldes. Wenn ein neuer wächst, zeigt er seinen Wurzeln den Weg. ARA – DIE BOTIN DES LICHTS MIT KI ENTWORFEN Ara ist die Jüngste. Sie lebt nicht unter der Erde. Sie wartet dort, wo das Wasser zum ersten Mal das Tageslicht berührt. Jeden Morgen trägt sie das Licht hinunter bis an die Grenze der Dunkelheit und erinnert die anderen daran, dass ihre verborgene Arbeit irgendwann sichtbar wird. Deshalb glitzert Wasser manchmal, obwohl der Himmel beinahe grau erscheint. DAS ACHTE WESEN Originalfoto Moosquelle© Von sieben Erdgeistern kennt man ihre Namen. Vom achten nicht. Die alten Geschichten nennen es nur den Wartenden. Es soll tief unter der Quelle schlafen und nur dann erwachen, wenn der Ort in Gefahr gerät oder sich seine Geschichte grundlegend verändert. Niemand weiß, ob es ein Erdgeist ist. Vielleicht ist es die Quelle selbst. Und vielleicht beginnt ihre eigentliche Geschichte erst dann, wenn der Wartende erwacht. Der Erdklumpen direkt neben der Peilsteiner Moosquelle auf dem Foto macht tatsächlich den Eindruck eines kleinen Wesens bzw. eines Gesichts. Für mich wirkt es wie ein Erdgeist, der aus dem Boden hervorschaut: Die unregelmäßigen Erdklumpen bilden etwas, das man als Stirn, Augenhöhlen, Nase und einen breiten, zerfurchten Mund lesen kann. Das Spannende daran ist Pareidolie: Unser Gehirn erkennt in zufälligen natürlichen Strukturen vertraute Formen, besonders Gesichter. Und nach unserer gerade entwickelten Mythologie ist das natürlich ein wunderbarer Zufall: Ausgerechnet in der aufgebrochenen Erde erscheint eine Gestalt. Er zeigt sich nicht dem, der ihn sucht. Er erscheint dort, wo die Erde geöffnet wird.

  • INSTINKT • RITUAL • ADHS

    Die Sophie lieb ich. Sie war da – mit ihrem fünf Monate alten Welpen. Paris Hilti, eine kleine Windhunddame, die Felix Herz eroberte. Vorsichtig näherten sich die beiden einander, beschnupperten sich und tasteten sich langsam heran. Mit dem Charme einer kleinen Dame forderte sie ihn schließlich zum Spielen auf. Felix, sonst eher zurückhaltend, ließ sich bereitwillig darauf ein. Später, als der Garten bereits im Dunkeln lag, verriet nur noch das leuchtende Halsband ihren Weg. Wie ein kleiner schwebender Lichtpunkt zog Paris durch die Nacht und ließ den Garten beinahe märchenhaft erscheinen. In der Nacht versuchte er beharrlich, sie auf seine Seite des Zauns zu locken. Eierbecher dienten an diesem Abend als Wodkagläser und beflügelten die Gespräche. Man erzählte von Burgen und den Menschen, die Schlösser sammeln oder erhalten – viele davon in Kärnten. Von einer Kindheit auf einem Schloss, umgeben von weitläufigen Gärten, uralten Bäumen und Mauern voller Geschichten. Eindrucksvolle Erinnerungen an Kälte im Winter. Damals bildeten sich an der Innenseite der Fenster kunstvolle Eisblumen. Die feuchte Erde unter dem alten Gemäuer und die eisige Kälte krochen nach oben bis zu den Glasscheiben und ließen filigrane Muster entstehen, die aussahen, als würden sie direkt aus dem Boden bis hinauf zu den Fensterscheiben wachsen. Für ein Kind waren sie keine Folge einfacher Physik, sondern kleine Wunderwerke der Natur, die jeden Morgen neue Bilder malten. Auch damals gab es mutige und starke Väter, die ihren Kindern die Realität des Lebens noch auf einfache und ehrliche Weise vor Augen führten. Ohne einen Gedanke, was da emotional passieren könnte. Nicht aus Angst, ein Kind könnte den Anblick des Lebens und Tod nicht verkraften, sondern aus der Überzeugung heraus, dass es überall etwas zu entdecken gibt. Und daß das Erlebnis zum Leben dazu gehört, wie der Tod. „Geh und grab den Pferdekopf aus, den ich vor zehn Jahren dort drüben vergraben habe.“ Das blonde, langbeinige Mädchen tat es, ohne nach dem Warum zu fragen. Heute schmückt dieser Pferdekopf die Ordination einer Psychiaterin. Geschichten wie diese bleiben. Sie verbinden Vergangenheit mit Gegenwart und machen neugierig auf das Leben anderer Menschen. Ich mag Sophie und ihre Erzählungen. Besonders jene über die Biennale, die vielen bis zum gestrigen Abend vermutlich fern und unnahbar erschien. Nicht Neugier allein, sondern ehrliches Interesse entlockte ihr wunderbare Beschreibungen über die Abläufe und Eigenheiten der österreichischen Kulturszene. Sie erzählte von Lulu, von Pisse und überhaupt von der ganzen Scheiße, die wir manchmal Kunst nennen – oder zumindest dafür halten. Österreichische Beiträge zur Biennale, Performances in Italien, Grenzgänge zwischen Provokation, Aussage und Inszenierung. Plötzlich entstehen Bilder vor unserem inneren Auge. Obwohl wir täglich von Fotos und Videos in den sozialen Medien überflutet werden, sind es oft die erzählten Bilder, die uns am stärksten berühren. Worte erschaffen Räume, die kein Bildschirm ersetzen kann. Florentina Holzinger, österreichische Choreografin, Regisseurin und Performancekünstlerin, gestaltete 2026 den österreichischen Pavillon der Biennale. Ihre Arbeiten verbinden Tanz, Theater, Oper, Akrobatik, Stuntkunst und Unterhaltung zu einer Form von Kunst, die fasziniert, irritiert und Diskussionen auslöst. Und dann taucht Erwin Wurm auf. Nicht persönlich- klar, aber trotzdem. Ein Künstler, der es immer wieder schafft, dort präsent zu sein, wo sich Verbindungen ergeben. Ob Bewunderer, Kritiker, Freunde oder zufällige Beobachter – er hinterlässt Fragen. Nicht weil wir ihn persönlich kennen, sondern weil seine Präsenz immer wieder neue Gedankenräume öffnet. Das finde ich erstaunlich. Ebenso lebendig werden an diesem Abend die Geschichten über den historischen Hintergrund der Fuchsjagd mit Hunden. Vor meinem inneren Auge erscheinen Reiter in traditioneller Jagdbekleidung, elegante Pferde, prachtvolle Kutschen und Hunderudel mit bis zu 50 heulenden Jagdhunden. Für einen Moment scheint die Vergangenheit wieder gegenwärtig zu werden. Geschichte besteht dann nicht mehr aus Jahreszahlen, sondern aus Bildern, Geräuschen und Menschen, die ihre Zeit geprägt haben. Vielleicht ist genau das die Kraft des Erzählens: Es lässt Welten entstehen, die wir nie selbst erlebt haben, die uns aber dennoch vertraut erscheinen. Es verbindet Tatsachen mit Fantasie, Erinnerung mit Gegenwart und macht Kultur erst wirklich lebendig. Foto von Lincoln Holley auf Unsplash Zwischen Instinkt, Ritual und Menschlichkeit Die Interaktionen von Hunden – im Rudel oder allein – zeigen uns, wie Tiere ihren Instinkten folgen. Vielleicht können wir von ihnen lernen, wie sich weibliche und männliche Energien auf natürliche Weise ergänzen und ausgleichen, um ein Rudel gesund und stabil zu halten. Manche Menschen suchen diesen Ausgleich auf andere Weise – etwa bei Kakao-Zeremonien. Oft sind sie mit fast geheimnisvollen Ritualen verbunden und von dem festen Glauben getragen, etwas Gutes weiterzugeben. Mitunter wirken diese Zusammenkünfte auf einer Waldlichtung sympathisch und einladend. Tanzend, beinahe schwebend durch den Nebel einer selbst erschaffenen Illusion, bewegen sich ein Mann und eine Frau auf die geduldig oder vielleicht schon ungeduldig wartenden Teilnehmer zu. In ihren Händen ein mit Kakao gefüllter Pokal – und in den Herzen vieler die neugierige Sehnsucht nach einem besonderen Erlebnis, nach einem kleinen Kick, nach einer Erkenntnis. Wer erkennt darin nicht ein wenig Sophie aus dem Auenland oder Legolas, den Elben? Geschichten erschaffen Bilder, und Bilder berühren unsere Sehnsucht. Leben wir nicht alle gerne in einer Welt, in der sich Geschichten und Tatsachen, Übertreibungen und scheinbare Nichtigkeiten miteinander verweben? Sie begegnen uns jeden Tag – ob wir wollen oder nicht. Wir tauchen ein in die Fantasiewelt eines anderen oder in die Gedanken jener Menschen, denen wir zufällig begegnen, die unseren Weg kreuzen oder ihn ein Stück mit uns gemeinsam gehen. Öffnen wir unsere Gedanken für eine andere Ebene. Suchen wir nicht zuerst nach dem Ungewöhnlichen, sondern nach dem Besonderen in jedem einzelnen Menschen. Vielleicht ist es derjenige, der heute eine ADHS-Diagnose trägt und stundenlang Steine im Fluss ordnet, damit andere beim Betreten des kühlen Wassers einen ebenen Untergrund unter ihren Fußsohlen spüren. Für manche mag das sinnlos erscheinen. Für ihn selbst ist es vielleicht Ordnung, Hingabe oder Fürsorge. Wie wunderbar wäre es, solche Menschen wirklich zu sehen. Unsere Gesellschaft würde gewinnen, wenn wir die Einzigartigkeit jedes Menschen anerkennen – nicht trotz seiner Besonderheiten, sondern gerade wegen ihnen. Jeder bringt eine eigene Art des Denkens, Fühlens und Handelns mit. Oft erkennen wir den Sinn eines Tuns erst viel später oder vielleicht nie. Das macht ihn jedoch nicht weniger wertvoll. Vielleicht besteht wahre Menschlichkeit darin, nicht vorschnell zu urteilen, sondern mit Neugier zu beobachten – so wie wir Tiere beobachten. Denn auch wir sind Teil der Natur, mit all unseren Instinkten, Sehnsüchten, Eigenheiten und Geschichten.

  • ERDMANDLN & SALIGE

    Erdgeister sind in Sagen, Volksglauben und Mythologie Naturwesen, die mit Erde, Felsen, Höhlen, Bergen, Quellen und verborgenen Schätzen verbunden sind. Sie gelten oft als Wesen „unter der Erde“ und werden als Hüter eines Ortes oder seiner natürlichen Kräfte verstanden. Im mitteleuropäischen und besonders alpinen Raum begegnen sie in unterschiedlichen Gestalten: Zwerge, Berggeister, Wichtel, Kobolde oder Erdmandln. Manche helfen Menschen, andere schützen ihr Gebiet und reagieren empfindlich darauf, wenn die Natur gestört oder respektlos behandelt wird. Interessant ist die alte Vorstellung, dass Quellen Übergangsorte seien: Das Wasser kommt aus dem unsichtbaren Inneren der Erde an die Oberfläche. Deshalb wurden Quellen vielerorts nicht nur als Wasserspender, sondern als besondere, manchmal heilige Orte betrachtet. Erd- und Wasserwesen überschneiden sich in solchen Überlieferungen häufig. Das Wort selbst ist sehr bildhaft: Erde + Geist – also eine unsichtbare oder personifizierte Kraft, die einem bestimmten Stück Landschaft innewohnt. Gerade im österreichischen und alpinen Volksglauben gibt es eine faszinierende Welt kleiner Naturwesen. „Erdgeister“ ist dabei weniger die Bezeichnung für eine einzige klar definierte Gestalt als ein Sammelbegriff für Wesen, die im Berg, unter Steinen, in Höhlen, im Wald oder in der Nähe von Quellen gedacht wurden. In österreichischen Sagen findet man Erdmandln oder Bergmandln – kleine menschenähnliche Wesen, die im Inneren der Berge leben. Sie kennen verborgene Gänge, Erze, Wasseradern und Schätze. Oft sind sie nicht grundsätzlich böse oder gut. Entscheidend ist vielmehr, wie der Mensch ihnen und ihrem Ort begegnet. Daneben kennt der Alpenraum die Saligen Frauen – geheimnisvolle weibliche Naturwesen. Sie werden mit Bergen, Wäldern, Höhlen und teilweise auch Gewässern verbunden. In manchen Überlieferungen helfen sie Menschen; verschwinden aber, wenn ihre Regeln missachtet werden. Quellen waren besondere Orte Eine Quelle besitzt in dieser Vorstellungswelt eine außergewöhnliche Bedeutung. Man sieht das Wasser nicht entstehen – es tritt plötzlich aus der Erde hervor. Für Menschen früherer Zeiten musste das beinahe geheimnisvoll wirken: Unter der Erde verborgen, durch Stein und Fels geführt, tritt etwas Lebensspendendes ans Licht. Deshalb wurden Quellen häufig mit Quellgeistern, Nymphen, heilkräftigen Wesen oder später auch Heiligen und Marienverehrung verbunden. Vorchristliche Vorstellungen und christliche Bräuche konnten sich dabei über Jahrhunderte miteinander vermischen. Ein Tor in die Mythologie eines Platzes Der „Geist des Ortes“ Dazu passt ein noch älterer Gedanke: der lateinische Genius loci, der „Geist eines Ortes“. Gemeint ist ursprünglich tatsächlich eine schützende göttliche Wesenheit eines bestimmten Platzes. Heute verwenden wir den Ausdruck meist übertragen für die besondere Atmosphäre, die nur genau dieser Ort besitzt.

  • WAS IST IN DER TIEFKÜHLTRUHE ?

    Eine Truhe war über Jahrhunderte das Herzstück eines Hauses. Lange bevor Kleiderschränke selbstverständlich wurden, bewahrte sie Kleidung, Wäsche, Urkunden und Erinnerungen. Mit jeder Generation füllte sie sich nicht nur mit Gegenständen, sondern auch mit Geschichten – und wurde so zu einem stillen Zeugen des Lebens ihrer Besitzer. EINE BEMALTE HOCHZEITSTRUHE Auf den ersten Blick wirkt diese Truhe wie eine klassische bemalte Bauern- oder Aussteuertruhe des Alpenraums. Solche Truhen dienten über Jahrhunderte als Aufbewahrungsort für Kleidung, Wäsche, Urkunden und persönliche Wertgegenstände und begleiteten ihre Besitzer oft ein Leben lang. Charakteristisch sind die klare Kastenform mit Klappdeckel sowie die reich bemalte Vorderseite. Gedrehte Säulen gliedern die drei Bildfelder – ein Gestaltungselement, das besonders in der Barockzeit und in der alpenländischen Volkskunst beliebt war. Der grüne Grundton, kombiniert mit Ocker, Rot, Weiß und Schwarz, findet sich häufig bei Bauernmöbeln aus Österreich, Süddeutschland und Südtirol. Besonders auffällig sind die symmetrisch angeordneten Tulpen- und Blumenmotive. Tulpen galten im 18. und frühen 19. Jahrhundert als Sinnbilder für Wohlstand, Liebe und Fruchtbarkeit. Im mittleren Feld befand sich vermutlich ursprünglich ein Wappen, ein Herzschild oder eine Inschrift mit den Initialen des Brautpaares sowie einer Jahreszahl. Heute erscheint dieser Bereich stark abgegriffen oder später überarbeitet. Mit etwas Fantasie lassen sich im Zentrum zwei Vögel oder Figuren unter einem Baum beziehungsweise einem Herzmotiv erkennen. Solche Darstellungen hatten häufig symbolischen Charakter und standen für Treue, Eheglück, Fruchtbarkeit oder den Lebensbaum als Zeichen des Schutzes. Nach Stil und Bemalung dürfte die Truhe aus dem österreichischen Alpenraum stammen – möglicherweise aus Kärnten, Salzburg, Tirol oder Oberösterreich. Da sie auf der Hollenburg erhalten geblieben ist, erscheint eine Herkunft aus Kärnten durchaus plausibel. Eine vorsichtige Datierung spricht für die Zeit zwischen etwa 1780 und 1850. Sollte sich nachweisen lassen, dass die Bemalung original erhalten ist und die Truhe über Generationen zur Hollenburg gehörte, wäre sie nicht nur ein schönes Beispiel alpenländischer Volkskunst, sondern zugleich ein kulturhistorisch bedeutendes Zeugnis der Burggeschichte. EINE DOPPELADLERTRUHE Diese Truhe unterscheidet sich deutlich von der ersten. Sie wirkt repräsentativer, älter und kunsthistorisch besonders interessant. Das beherrschende Motiv ist der schwarze Doppeladler – über Jahrhunderte das Hoheitszeichen des Heiligen Römischen Reiches und später der Habsburgermonarchie. Auf Bauernmöbeln symbolisierte er häufig Schutz, Treue zum Landesherrn und Wohlstand. Die dreigeteilte Front wird von schmalen Ornamentleisten eingefasst. Die durchbrochen wirkenden Ranken und Spitzbogenformen erinnern an spätgotische Vorbilder, obwohl die Bemalung wahrscheinlich jünger ist. Solche Motive finden sich vor allem in Kärnten, Tirol und Süddeutschland. Die erhaltenen Farbreste in Schwarz, Rot und Ocker wirken weitgehend historisch und lassen vermuten, dass zumindest Teile der ursprünglichen Fassung erhalten geblieben sind. Stilistisch dürfte die Truhe zwischen dem späten 17. und der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden sein. Einzelne Gestaltungselemente greifen sogar Vorbilder des 16. Jahrhunderts auf. Sollte sich eine lange Zugehörigkeit zur Hollenburg nachweisen lassen, wäre diese Truhe weit mehr als ein Möbelstück – sie wäre ein eindrucksvoller Zeitzeuge der Habsburgerzeit und der regionalen Volkskunst. EINE DATIERTE HOCHZEITSTRUHE VON 1783 Diese datierte Bauerntruhe gehört zu den schönsten Zeugnissen bäuerlicher Volkskunst des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Im Zentrum scheint die Jahreszahl 1783 zu stehen. Links und rechts davon befinden sich Herzen mit Monogrammen, die wahrscheinlich auf das Brautpaar oder die ersten Besitzer hinweisen. Das mittlere Feld zeigt vermutlich ein Herz mit Kreuz oder das Heiligste Herz Jesu – ein im 18. Jahrhundert besonders verbreitetes Symbol des katholischen Glaubens. Die geschnitzten Säulen erinnern an Weinreben oder Weintrauben und stehen sinnbildlich für Fruchtbarkeit, Wohlstand und das Abendmahl. Diese Truhe entstand in einer Zeit des Übergangs vom Barock zum Frühklassizismus. Sie verbindet noch die reiche Symbolsprache der Volkskunst mit einer bereits klareren Gestaltung. Herzen, Kreuz und Monogramme erzählen von Glaube, Verbundenheit und dem Beginn eines gemeinsamen Lebens. Solche Truhen wurden häufig über Generationen weitergegeben und bewahrten Kleidung, Urkunden und Erinnerungen einer Familie. Auch heute erinnert sie auf der Hollenburg an die Menschen, die hier einst lebten und ihre Geschichte in bemalten Möbeln verewigten. Das seitliche Motiv – ein roter Kreis mit einer sechsblättrigen schwarzen Rosette – ist besonders interessant. Solche Rosetten gehören zu den ältesten Schutzsymbolen des Alpenraums. EINE MARIENTRUHE VON 1838 Diese Truhe zählt zweifellos zu den kunsthistorisch bedeutendsten Stücken der Sammlung. Sie verbindet bäuerliche Handwerkskunst mit tiefer religiöser Symbolik. Über dem Schloss ist deutlich die Jahreszahl 1838 zu erkennen. Damit handelt es sich um ein datiertes Original aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind – Sinnbild für Schutz, Hoffnung und familiären Zusammenhalt. Solche volkstümlichen Marienbilder waren besonders in Kärnten, Tirol und Salzburg weit verbreitet. Links und rechts rahmen prachtvolle Blumenvasen die zentrale Darstellung ein. Sie stehen als Sinnbilder für Leben, Wachstum und göttlichen Segen und verleihen der Truhe einen repräsentativen Charakter. Die geschwungenen Abschlüsse der drei Bildfelder weisen bereits auf den Biedermeier hin, während die Malerei noch deutlich in der barocken Volkskunst verwurzelt ist. Gerade dieser Übergang zwischen zwei Stilepochen macht die Truhe besonders reizvoll. Sollte sie seit langer Zeit zur Hollenburg gehören, dokumentiert sie eindrucksvoll, wie eng religiöse Volkskunst und das tägliche Leben früherer Generationen miteinander verbunden waren. Sie zeigt, dass selbst Gebrauchsgegenstände einst Träger persönlicher Hoffnungen, religiöser Überzeugungen und familiärer Erinnerungen waren. DIE SCHLICHTE FLADERTRUHE Auf den ersten Blick erscheint diese Truhe wesentlich schlichter als die vorhergehenden. Gerade diese Zurückhaltung macht jedoch ihren besonderen Reiz aus. Die drei hochrechteckigen Felder entsprechen einem Typus alpenländischer Bauerntruhen des frühen 18. Jahrhunderts. Das handgeschmiedete Schloss wurde vermutlich von einem Dorfschmied gefertigt und liefern wichtige Hinweise für die Datierung. Die graue Oberfläche könnte ursprünglich eine Fladermalerei gewesen sein. Bei dieser beliebten Maltechnik wurde die Maserung kostbarer Hölzer mit Farbe täuschend echt nachgeahmt. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert war diese Technik im gesamten Alpenraum weit verbreitet. Die Truhe dürfte zwischen 1700 und 1760 entstanden sein; eine spätere Überarbeitung der Bemalung ist jedoch nicht auszuschließen. Sie erzählt vom einfachen Alltag vergangener Jahrhunderte. Ihre klare Form und die zurückhaltende Gestaltung spiegeln die hohe Handwerkskunst der ländlichen Möbelmalerei wider und stehen stellvertretend für die vielen Generationen, die auf der Hollenburg lebten, arbeiteten und ihre wenigen wertvollen Besitztümer sorgfältig verwahrten. Wie du mit zweimaligem Einfrieren praktisch 100 % der Motten, Larven und Eier erwischst. Frag die KI, oder den KI, sie oder er gibt dir wunderbare Tipps dazu.

  • WIE WIRD ER HEISSEN?

    Soll er Ernst getauft werden? Mödling an einem sommerwarmen Abend im August. Die Aufführung findet auf dem Kirchenplatz vor der ehrwürdigen St.-Othmar-Kirche in Mödling statt. Zwischen den alten Mauern, dem historischen Karner und mächtigen, jahrhundertealten Bäumen entsteht eine Kulisse, wie sie schöner kaum sein könnte. Geschickt platzierte Zuschauertribünen fügen sich harmonisch in das historische Ambiente ein und bieten beste Sicht auf die Bühne. Da der Platz am Abend weitgehend im Schatten liegt, verspricht schon der Spielort einen angenehmen Sommerabend – und die perfekte Atmosphäre für ein ebenso unterhaltsames wie außergewöhnliches Theatererlebnis. Meine Catherine – Schauspielerin und großartige Frau und ein seltener Schatz. Diesmal war ich pünktlich. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als ich zu spät gekommen war und ein Jahr lang warten mußte, wieder ein Theaterstück mit Catherine sehen zu können. Gemeinsam mit Fritz und Helmut nahmen wir diesmal unsere Plätze in der achten Reihe ein und freuten uns auf Oscar Wildes zeitlose Komödie „Bunbury – Ernst sein ist alles“, aufgeführt im Sommertheater Mödling. The Importance of Being Earnest wurde am 14. Februar 1895 im Londoner St. James Theatre uraufgeführt und zählt bis heute zu den brillantesten Komödien Oscar Wildes. Seine scharfsinnigen Wortspiele und sein feiner Humor haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Von ihm stammen auch einige der berühmtesten Zitate der Weltliteratur: „Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung.“ Oder: „Sei du selbst; alle anderen sind schon vergeben.“ Und eines meiner Lieblingszitate: „Leben ist die seltenste Sache der Welt. Die meisten Menschen existieren, das ist alles.“ Doch an diesem Abend war für mich nicht Oscar Wilde der eigentliche Star. Das rot-schwarze Bühnenkostüm mit Korsage, Spitzenhandschuhen, Netzstrumpfhose und der kunstvoll verzierten Maske verleiht ihr eine elegante, verspielte Ausstrahlung – ganz im Stil einer klassischen Komödie oder eines Maskenballs. Ihr herzliches Lächeln und die selbstbewusste Haltung zeigen, wie sehr sie sich an diesem Tag freute uns zu sehen. Das rot-schwarze Bühnenkostüm mit Korsage, Spitzenhandschuhen, Netzstrumpfhose und der kunstvoll verzierten Maske verleiht ihr eine elegante, verspielte Ausstrahlung – ganz im Stil einer klassischen Komödie oder eines Maskenballs. Ihr herzliches Lächeln und die selbstbewusste Haltung zeigen, wie sehr sie in ihrer Rolle aufgeht. Es war Catherine. Unsere persönliche Hauptdarstellerin. Meine Favoritin. Als Gwendolen – die junge Frau, die sich in einen Mann verliebt, der unbedingt Ernst heißen muss – spielte sie eine Rolle, die wie für sie geschaffen scheint. Man sagt gerne: „wie auf den Leib geschrieben.“ Die Redewendung stammt aus einer Zeit, als Schneider Kleidungsstücke direkt am Körper eines Menschen anpassten, bis sie vollkommen saßen. Heute beschreibt sie Rollen oder Aufgaben, die so gut zu einem Menschen passen, als wären sie eigens für ihn geschaffen worden. Und genau dieses Gefühl hatte ich an diesem Abend. Wir kennen Catherine, seit sie auf der Welt ist – eigentlich schon, bevor sie geboren wurde. Sie fand ihren Weg aus unserem nahen Umfeld in ihre eigene Welt und geht ihn mit beeindruckender Konsequenz. Ihr ansteckendes Lachen, ihr trockener Humor und dieses besondere Maß an ehrlicher Selbstreflexion ließen das Publikum immer wieder herzlich lachen. Zwischen den Dialogen versteckte sich feine Ironie, kleine Gesten sagten oft mehr als Worte, und selbst das stolze Verlassen einer Szene hatte eine Natürlichkeit, die man nicht spielen kann. Es war eine Darstellung voller Leichtigkeit, Charme und Präsenz. Natürlich wollten wir ihr nach der Vorstellung gratulieren. An einem zuvor vereinbarten, fast geheimen Treffpunkt beim Ausgang der Künstlergarderoben trafen wir sie wieder. Es war schön, ihre Freude zu sehen, sie in den Arm zu nehmen und für einen kurzen Moment die besondere Energie zu spüren, die sie ausstrahlt. Diese Atmosphäre zwischen Schauspielern und ihrem Publikum hat etwas Einzigartiges. Sie entsteht nur im Theater – dort, wo Menschen gemeinsam lachen, staunen und mitfiebern. Gerade deshalb empfinde ich solche Begegnungen heute als etwas Besonderes. In einer Zeit, in der fast jedes Erlebnis sofort fotografiert, gefilmt und in den sozialen Medien geteilt wird, vergessen wir manchmal, einfach den Augenblick zu genießen. Wirklich dabei zu sein. Nicht, um anderen später zu zeigen, dass wir dort waren, sondern um den Moment für uns selbst zu erleben. An diesem Abend ist das gelungen. Und genau deshalb wird er mir in Erinnerung bleiben. Danke, liebe Catherine, daß wir Dich in die Welt des Theaters begleiten durften.

  • EIN STILLES ÖRTCHEN FÜR JESUS CHRISTUS

    Mitten im Herzen der Hollenburg verbirgt sich ein Raum, der auf den ersten Blick beinahe unscheinbar wirkt und doch zu den ältesten und bedeutendsten Orten der Burg gehört – die Burgkapelle. Wer ihre Schwelle überschreitet, verlässt für einen Moment den Alltag. Die dicken Mauern halten den Lärm der Außenwelt fern, das Licht fällt gedämpft durch die Fenster, und eine fast ehrfürchtige Stille erfüllt den Raum. Die Kapelle ist dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron der Reisenden, Schiffer und Kaufleute. Bereits im Jahr 1348 wird sie erstmals urkundlich erwähnt. Seit beinahe sieben Jahrhunderten begleitet sie das Leben auf der Hollenburg. Hier wurde gebetet, gedankt, um Schutz gebeten und Abschied genommen. Generationen von Burgherren, ihren Familien, Bediensteten und Gästen fanden hier einen Ort der Besinnung. Doch ihre Geschichte reicht vermutlich noch weiter zurück. Wie viele Burgkapellen dürfte auch sie bereits vor ihrer ersten schriftlichen Erwähnung bestanden haben. Schriftliche Quellen berichten oft erst dann von einem Bauwerk, wenn es bereits seit Jahren oder Jahrzehnten genutzt wurde. Besonders beeindruckend sind die gotischen Fresken aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Über viele Generationen waren sie unter Putz und Farbschichten verborgen. Erst im Jahr 1945 wurden sie wieder freigelegt und machten sichtbar, was jahrhundertelang im Verborgenen gelegen hatte. Die zarten Farben und die feinen Darstellungen erzählen bis heute von der Kunstfertigkeit mittelalterlicher Maler und vom tiefen Glauben jener Zeit. Im Jahr 1684 wurde die Kapelle erneut geweiht. Wahrscheinlich waren Umbauten oder Restaurierungen der Anlass dafür. Auch dies zeigt, welche Bedeutung dieser kleine sakrale Raum über die Jahrhunderte hinweg für die Bewohner der Burg besaß. Während sich die Hollenburg architektonisch immer wieder veränderte, blieb die Kapelle ein Ort der Beständigkeit. Wer heute in der Kapelle steht, spürt etwas, das sich kaum beschreiben lässt. Es ist nicht nur ihre Geschichte, sondern die Atmosphäre, die diesen Raum erfüllt. Man stellt sich unwillkürlich die Menschen vor, die hier vor Jahrhunderten dieselben Steinplatten betraten. Ritter vor einem Aufbruch, Familien in Zeiten der Freude und der Trauer, Mütter mit ihren Kindern, alte Menschen am Ende ihres Lebens – sie alle hinterließen ihre Gedanken und Hoffnungen zwischen diesen Mauern. Vielleicht ist genau das das Geheimnis alter Orte. Sie bewahren nicht nur Steine und Mauern, sondern auch Erinnerungen. Die Kapelle erzählt keine laute Geschichte. Sie spricht leise. Man muss bereit sein, ihr zuzuhören. Während draußen das Leben auf der Burg seinen Lauf nahm – Pferde über das Steinpflaster gingen, Wagen durch das Tor rollten und Menschen ihrer täglichen Arbeit nachgingen –, herrschte hier eine andere Zeit. Eine Zeit der Einkehr, des Gebets und der Hoffnung. Die Kapelle der Hollenburg ist weit mehr als ein historischer Raum. Sie ist ein stiller Zeuge von fast siebenhundert Jahren Geschichte. Wer sie besucht, begegnet nicht nur der Vergangenheit, sondern vielleicht auch ein wenig sich selbst. Einsicht aus dem oberen Stockwerk Die wichtigsten bekannten Fakten sind: Erste urkundliche Erwähnung 1348. In diesem Jahr wird die Kapelle erstmals schriftlich erwähnt. Sie ist dem Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Reisenden, Schiffer und Kaufleute, geweiht. (kath-kirche-kaernten.at) Gotische Fresken aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Diese Wandmalereien wurden 1945 unter späteren Übermalungen freigelegt und zählen zu den kunsthistorisch bedeutenden Ausstattungen der Burg. (kath-kirche-kaernten.at) Zweite Weihe im Jahr 1684. Die Kapelle wurde im Laufe ihrer Geschichte erneut geweiht, was auf Umbauten oder eine Restaurierung schließen lässt. (de.wikipedia.org) Die Kapelle liegt im Erdgeschoss des Osttraktes der Burg und wird bis heute gelegentlich für Gottesdienste genutzt, obwohl sich die Hollenburg in Privatbesitz befindet. (kath-kirche-kaernten.at) Darüber hinaus lässt sich die Geschichte der Burg selbst bis 1142 urkundlich zurückverfolgen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie mehrfach den Besitzer – von den Hollenburgern über die Herren von Pettau und die Dietrichsteiner bis zu den Familien Wittgenstein, Maresch und schließlich Kyrle. Gerade unter den Dietrichsteinern erhielt die Burg im 16. Jahrhundert ihre prächtige Renaissancegestalt. (austria-forum.org)

  • VIKTORIA, KUTSCHEN und PFERDE

    Über ein holpriges Steinpflaster aus rund geschliffenen Flusssteinen gelangt man nach dem Durchschreiten des imposanten Eingangstores als erstes in den Bereich der Pferde. Links führt der Weg hinunter in den Stalltrakt, der sich zwar im vermeindlichen Keller befindet, jedoch nur teilweise unter der Erde liegt. Dadurch fällt ausreichend Tageslicht in die Stallungen und schafft eine helle, freundliche Atmosphäre. Großzügigen Boxen bieten Platz für etwa sechs Pferde. Angenehme Kühle, viel Raum und die dicken Mauern sorgen selbst an heißen Sommertagen für ein ausgeglichenes Klima. Besonders beeindruckend ist der vermutlich jahrhundertealte Boden aus Holzstöckelpflaster. Er dämpft das Geräusch der Hufe auf eine beinahe wohltuende Weise – ganz gleich, ob die Pferde mit oder ohne Hufeisen unterwegs sind. Statt lautem Klappern erklingt nur ein gedämpftes, ruhiges Auftreten, das den historischen Charakter dieses Ortes auf besondere Weise unterstreicht. Bild von A_Different_Perspective auf Pixabay Holzstöckelpflaster (auch Holzpflaster oder Hirnholzparkett genannt) ist ein robuster Bodenbelag, der aus rechtwinkligen oder runden Holzklötzen besteht, die so verlegt werden, dass die Fasern senkrecht nach oben stehen (sogenanntes Hirnholz oder Stirnholz). Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde es in europäischen Großstädten flächendeckend als Straßenbelag genutzt, da es im Vergleich zum damals üblichen Steinpflaster enormen Schallschutz bot und Erschütterungen abdämpfte. Der Wechsel von Stein- auf Holzpflaster in den Innenstädten hatte handfeste, praktische Gründe für das damalige Stadtleben: Enorme Lärmreduzierung: Hufeisen und eisenbeschlagene Wagenräder erzeugten auf normalem Kopfsteinpflaster ohrenbetäubenden Lärm. Holz schluckte diesen Schall fast vollständig und sorgte für Ruhe in den Wohn- und Prachtstraßen. Schutz vor Erschütterungen: Die Elastizität des Holzes dämpfte Stöße ab. Das schonte nicht nur die Gelenke der Pferde und die Wagenachsen, sondern schützte auch sensible Erschütterungs-Instrumente in angrenzenden Universitäten oder Fabriken vor Vibrationen. Geringes Eigengewicht: Auf Brückenkonstruktionen war Holzpflaster deutlich leichter als massives Steinpflaster, was die Tragwerke entlastete. Hohe Druckfestigkeit: Da das Holz stehend (aufrecht) verbaut wurde, konnte es das Gewicht schwerer Lastwagen und Maschinen extrem gut aufnehmen, ohne zu splittern. HAFLINGER AUF DER HOLLENBURG sind weit mehr als ein schöner Anblick – sie gehören zu den bedeutendsten Kapiteln der österreichischen Pferdezuchtgeschichte. Heute steht die Zucht still und auch Haflinger kann ich keine entdecken. Umso beeindruckender ist die Geschichte dahinter, die ich erfahre. Zwischen den alten Mauern der Hollenburg schlägt seit über hundert Jahren nicht nur das Herz der Geschichte, sondern auch das der Pferdezucht. Hier entstand ab 1924 eine Haflingerlinie, die weit über Kärnten hinaus bekannt wurde. Generationen von Pferden wuchsen auf den Wiesen rund um die Burg auf. Ihre Kraft, ihre Ausdauer und ihr sanftes Wesen machten die Hollenburger Haflinger zu Botschaftern einer Zucht, die bis heute als Ursprung der Kärntner Haflinger gilt. Wer heute durch die historischen Stallungen geht, spürt noch immer etwas von dieser besonderen Verbindung zwischen Mensch, Pferd und Burg. Bereits 1924 begann die Familie Maresch auf der Hollenburg mit der Haflingerzucht. Sie brachte hochwertige Haflinger aus Südtirol nach Kärnten und legte damit den Grundstein für das, was später als die Wiege der Kärntner Haflingerzucht bezeichnet wurde. (pferde-kaerntenaustria.at) Besonders bemerkenswert war: Es wurden 452 Fohlen sorgfältig dokumentiert – von der Geburt bis zu ihrem weiteren Lebensweg. Jeder Haflinger wurde nicht nur gezüchtet, sondern auch geritten oder gefahren. Dadurch entstand eine leistungsstarke, vielseitige Pferdelinie. Die Hollenburger Haflinger galten als edel, ausdauernd, trittsicher und charakterstark. Sportreiter schätzten sie besonders wegen ihrer Leistungsbereitschaft und Härte. (pferde-kaerntenaustria.at) Auch die Burg selbst war eng mit dieser Geschichte verbunden. Die Stallungen, die weiten Weiden rund um die Hollenburg und die ideale Landschaft des Rosentals boten hervorragende Bedingungen für die Aufzucht der Pferde. Im Austria-Forum wird ausdrücklich erwähnt, dass auf der Burg eine moderne Haflingerzucht untergebracht ist. (austria-forum.org) https://www.kaiserliche-wagenburg.at/besuchen/ausstellungen/victoria/ https://www.kutschen-handel.at/kutschen/kutsche-mit-dach/ VIKTORIA ist die Bezeichnung für einen Kutschentyp. Sie geht zurück auf den namhaften englischen Wagenbauer Cooper, der 1869 anlässlich des Einzuges der britischen Königin Victoria und des Prince of Wales diesen Wagentyp geschaffen haben soll. Seitdem hieß ein Mylord (die klassische Mylord besaß einen festen Bock für den Kutscher) mit leichtem, meist abnehmbarem Kutschbock, der in der Regel auf einem Eisengestänge befestigt war, Victoria. Jedoch hatte es in Paris schon früher Wagen gegeben, die auch als Victoria-Kalesche bezeichnet wurden. Geradeaus geht es weiter in den Fuhrpark der Kutschen. Ein wenig verstaubt aber trotzdem imposant gehe ich an den zahlreichen Kutschen, Jagdwagen, Viktoria Kutschen und Schlitten vorbei. Auf Bildern und Fotos sehen wir sie im vergangenen Einsatz bei Festen, Jagden oder weiteren Präsentations Ereignissen. BEWAHRER UND GESTALLTER DER HOLLENBURG Mit der Familie Maresch begann für die Hollenburg ein neues Kapitel. Aus einer historischen Burg wurde zugleich ein Ort lebendiger Landwirtschaft und Pferdezucht. Hans und Christl Maresch machten das Gestüt Hollenburg weit über Kärnten hinaus bekannt. Mit großem Fachwissen, Liebe zu den Tieren und einem klaren Zuchtziel entstand hier eine Haflingerlinie, deren Ruf bis heute nachwirkt. Die Hollenburg wurde dadurch nicht nur ein Denkmal österreichischer Geschichte, sondern auch eine Wiege der Kärntner Haflingerzucht. Hinter diesem Erfolg standen Menschen mit Weitblick, Verantwortungsgefühl und einer tiefen Verbundenheit zu ihrer Heimat und ihren Pferden. Die Familie Maresch hat die Geschichte der Burg Hollenburg und der Kärntner Haflingerzucht nachhaltig geprägt. https://unikat-events.at/hochzeitsmarkt-x-better-together-weddings/?utm_source=chatgpt.com 1923 kam die Burg Hollenburg im Erbweg von der Familie Wittgenstein an die Familie Maresch. Unter ihrer Führung wurde die Burg nicht nur als historisches Anwesen erhalten, sondern entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Zentren der österreichischen Haflingerzucht. Später ging die Hollenburg in den Besitz der Familie Kyrle über. (austria-forum.org) Hans Maresch – Pionier der Kärntner Haflingerzucht ÖR Hans Maresch gilt als einer der Begründer der organisierten Haflingerzucht in Kärnten. Seine wichtigsten Leistungen: Bereits 1924 begann er auf der Hollenburg mit der Haflingerzucht. Er importierte hochwertige Haflinger aus Südtirol, dem Ursprungsland der Rasse. Mit dem Kauf des Haflingerfohlens „Blass“ wurde der Grundstein für eine außergewöhnliche Zucht gelegt. Die Hollenburger Pferde wurden konsequent auf Leistung gezüchtet – jedes Pferd wurde geritten oder gefahren. Insgesamt wurden 452 Fohlen lückenlos dokumentiert – ein außergewöhnliches Zuchtarchiv. (pferde-kaerntenaustria.at) In der Haflingerliteratur wird häufig von Hans und Christl Maresch gesprochen. Gemeinsam führten sie das Gestüt mit großer Leidenschaft. Ihre Pferde waren für ihren eleganten Typ, ihre Trittsicherheit, Leistungsbereitschaft und ihren ausgeglichenen Charakter bekannt. Viele Sportreiter sprechen noch heute mit großer Anerkennung von den „Hollenburger Haflingern“. (pferde-kaerntenaustria.at) MENSCHLICHES ENGAGEMENT Hans Maresch war nicht nur Pferdezüchter. Während der NS-Zeit setzte er sich für ausgesiedelte Kärntner Slowenen ein. Zwischen 1943 und 1944 erreichte er die Entlassung von rund 30 Familien aus der Internierung und vermittelte vielen von ihnen Arbeit. Dieses Engagement wird in der Kärntner Zeitgeschichte ausdrücklich erwähnt. Geradeaus führt der Weg weiter in den Fuhrpark der historischen Kutschen. Ein Hauch von Staub liegt über den Fahrzeugen, als hätten sie sich nach ihrer letzten Fahrt zur Ruhe gesetzt. Dennoch strahlen sie eine beeindruckende Würde aus und erzählen von vergangenen Jahrhunderten. Langsam gehe ich an den zahlreichen Kutschen vorbei – an eleganten Viktoriakutschen, robusten Jagdwagen und kunstvoll gefertigten Schlitten, die einst durch verschneite Winterlandschaften glitten. Jede einzelne scheint ihre eigene Geschichte zu bewahren. Alte Fotografien bei den Kutschen lassen diese Geschichte wieder lebendig werden. Sie zeigen die Kutschen im Einsatz bei festlichen Umzügen, auf Jagden oder bei repräsentativen Anlässen. Plötzlich entsteht vor dem inneren Auge ein Bild von prächtig gekleideten Damen und Herren, vom Klappern der Pferdehufe auf dem Pflaster und vom Stolz der Kutscher, die ihre Gespanne sicher durch die Landschaft lenkten. Heute stehen die Wagen still. Doch sie wirken keineswegs vergessen. Sie warten geduldig darauf, ihre Geschichten den Menschen zu erzählen, die bereit sind, einen Moment innezuhalten und mit etwas Fantasie in eine längst vergangene Zeit einzutauchen.

  • WENN DER HIMMEL DIE ERDE BERÜHRT

    In einem Buch, das mich seit Jahren sehr inspiriert, kommt diese Stelle vor: "Um Energie zu gewinnen, zwingen wir andere dazu, uns Aufmerksamkeit und somit Energie zukommen zu lassen. Gelingt es uns, andere auf diese Weise erfolgreich zu dominieren, fühlen wir uns stärker. Der Wettstreit um menschliche Energie ist die Ursache für alle zwischenmenschlichen Konflikte."Kritisch betrachtet ist diese Aussage wahrscheinlich richtig aber eine äußerst ungesunde Sichtweise? Die Frage ist vielmehr woher kommen all die positiven Möglichkeiten und wie finden wir diese und wie wird sich das ändern.... Q: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Prophezeiungen_von_Celestine_(Roman) SYNCHRONIZITÄT. Es handelt sich bei der Synchronizität um ein inneres Ereignis (eine lebhafte, aufrührende Idee, einen Traum, eine Vision oder Emotion) und ein äußeres, physisches Ereignis, welches eine (körperlich) manifestierte Spiegelung des inneren (seelischen) Zustandes bzw. dessen Entsprechung darstellt. Q: https://de.wikipedia.org/wiki/Synchronizit%C3%A4t#:~:text=Es%20handelt%20sich%20bei%20der,dessen%20Entsprechung%20darstellt. Das synchronistische Prinzip-Jung bezeichnet mit dem von ihm eingeführten Begriff sowohl das Phänomen als auch das hypothetisch dahinterstehende Prinzip. Er verwendet den Begriff „synchronistisches Prinzip“ öffentlich erstmals 1930 in seinem Nachruf für Richard Wilhelm: „Die Wissenschaft des I Ging beruht nämlich nicht auf dem Kausalprinzip, sondern auf einem bisher nicht benannten – weil bei uns nicht vorkommenden – Prinzip, das ich versuchsweise als synchronistisches Prinzip bezeichnet habe. WAS SIND SYNCHRONIZITÄTEN? Synchronizität mit dem Universum ist, wenn unsere Schwingung in Harmonie zu der Energie ist, die wir aussenden und empfangen. Dadurch ziehen wir Menschen, Begegnungen, Situation und Ereignisse genau zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort in unser Leben. Q: https://twinflameenergy.com/was-sind-synchronizitaten/ Dualseelenliebe - Die reine Liebe zwischen dir und deiner Dualseele, besteht seit Anbeginn der Zeit. Sie überdauert, durchlebt alle Zeiten und Welten. Diese eine tiefe reine Liebe, wird dich immer finden und du sie. Denn, aus ihr entstammt ihr und dahin geht ihr auch wieder zurück. Durch alle Zeit und Raum. Es ist die Liebe, die euch trägt, führt und leitet. Achte auf die Synchronizitäten, sie werden Dich und Euch führen. Vielleicht suchst Du schon lange nach einer Erklärung, warum du die wahre Liebe noch nicht gefunden oder wieder verloren hast, obwohl Eure Liebe zueinander doch so stark war, wie nie zuvor in Deinem Leben. Jetzt hälst Du dieses Buch in Deinen Händen und erkennst auf einmal, Deine Eure eigene Geschichte. Möge es Dir weiser Ratgeber und Hilfestellung, auf Deinem eigenen Seelenweg, zu Deiner Dualseele sein. Nur Mut, Du schaffst das. Namaste liebe Seele Britta Ramos Q:https://www.amazon.de/-/en/Britta-Ramos/dp/3751978283 QUANTENUNIVERSUM UND SYCHRONIZITÄT Die anthropische Vision. Die Wichtigen Zufälle. Das kollektive Unbewusste. Die Rolle der Pandemien auf dem menschlichen Entwicklungsweg. Das anthropische Prinzip (von griechisch anthropos „Mensch“; kurz AP) besagt, dass das beobachtbare Universum nur deshalb beobachtbar ist, weil es alle Eigenschaften hat, die dem Beobachter ein Leben ermöglichen. https://de.wikipedia.org/wiki/Anthropisches_Prinzip#:~:text=Das%20anthropische%20Prinzip%20(von%20griechisch,dem%20Beobachter%20ein%20Leben%20erm%C3%B6glichen. "Um Energie zu gewinnen, zwingen wir andere dazu, uns Aufmerksamkeit und somit Energie zukommen zu lassen. Gelingt es uns, andere auf diese Weise erfolgreich zu dominieren, fühlen wir uns stärker. Der Wettstreit um menschliche Energie ist die Ursache für alle zwischenmenschlichen Konflikte" Es ist möglich, unsere eigene Energiequelle zur Verfügung stellen und Informationen weiterzugeben, Aufmerksamkeit zu verschenken anstatt zu fordern! Kein Wettstreit, sondern viel mehr - ein Austausch der Energien. https://www.youtube.com/watch?v=MDTcjQyFA2M https://www.youtube.com/watch?v=xwza50gN8y8 Zitat aus der zwölften Prophezeiung: In der wissenschaftlichen Welt wurde der Standpunkt eines Kollegen auf keinen Fall ungeprüft akzeptiert. Vielmehr musste man sich die Zustimmung erst verdienen. Es ging also darum, zunächst sehr skeptisch zu sein und auszutesten, ob der andere über eine angemessene wissenschaftliche Haltung verfügte. Wenn der Gesprächspartner dieser Prüfung nicht standhielt, weil er einen schlecht durchdachten Standpunkt vertrat oder sich allzu spekulativen Mutmaßungen erging, dann wurde die Unterhaltung sofort abgebrochen. Argumentierte der andere aber logisch und ausreichend vorsichtig, konnte die Debatte weitergehen. Der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung (1875-1961) prägte den Begriff Synchronizität. Dabei handelt es sich um ein Ereignis, was sich zunächst im Inneren des Menschen abspielt (z.B. ein gedanklicher Impuls) und danach in der äußeren physischen Realität auftritt, bzw. dort Bestätigung erhält. Einfach ausgedrückt: Es findet eine Art Spiegelung der Innenwelt in die Außenwelt statt. Die Vision im Geist wird zu einem äußeren physischen Ereignis. Carl Gustav Jung, meist kurz C. G. Jung, war ein Schweizer Psychiater und 1913 der Begründer der analytischen Psychologie. Anhänger dieser Richtung werden Jungianer genannt. Intensives Verlangen (Energie) nach Transformation Der dritte Aspekt des Sedona-Effekts ist der intensive Wunsch der Menschen, die hierher kommen, um eine tiefe Transformation zu erreichen. Es ist eine spürbare, kraftvolle Energiekraft. Selbst wenn Sie in Aufruhr sind, oder besonders wenn Sie in Aufruhr sind, ist dies eine Energie, die riesig und real ist. https://manifestation-boost.de/synchronizit%C3%A4t-eine-vision-im-kopf-wird-realit%C3%A4t-carl-jung/

  • HERUMBURGELN • WIE MAN EINEN SCHATZ FINDET

    Meine Tage auf der Hollenburg Die Hollenburg ist ein wunderbarer Ort – ein Ort, an dem man altes Gemäuer, Geschichte und vergangene Zeiten genießen kann. Vor meinem inneren Auge fahren Kutschen über die rumpelige Steinauffahrt und gelangen in den verträumten Innenhof. In der Auffahrt befindet sich der Fuhrpark mit historische Kutschen, umgeben von den alten Mauern der Burg. Eine Galerie mit einem Gang im ersten Stock verbindet die Gebäude miteinander. Versteckte, manchmal vergitterte Fenster geben den Blick auf ein beeindruckendes Panorama frei: Die Karawanken, die Drau und die historischen Stallgebäude, die heute Pferde und ihre Besitzer beherbergen. Wald und Wiesen umrahmen diesen besonderen Ort und verleihen ihm eine fast märchenhafte Atmosphäre. Ich fühle mich in diesen alten Gemäuern geborgen. Gleichzeitig hoffe ich, Ingeborg die Unterstützung geben zu können, die sie braucht. Gemeinsam arbeiten wir in alten Küchen und Räumen, die in den nächsten Tagen für ihre ersten Hochzeitsgäste vorbereitet werden. Es könnte der Beginn einer der interessantesten Eventlocations werden. Heute dreht sich alles um Kästen und alte Schränke in wirklich großen Dimensionen. Unzählige antike Schränke warten darauf, ihren Platz zu finden: riesengroß und schwer, breit oder hoch, schlicht oder kunstvoll verspielt, bemalt oder aufwendig verziert. Für jedes Möbelstück wird der passende Standort in den vielen Zimmern gesucht. Unsere Vorstellungskraft ist gefordert, und wir merken schnell, wie anstrengend diese Aufgabe ist. Jede Entscheidung braucht Zeit, weil jeder Schrank den Charakter eines Raumes verändert. Vielleicht ist die heutige Lösung noch nicht die endgültige – doch sie ist ein weiterer Schritt. Es wird wohl noch einige Kraftakte der fleißigen Mitarbeiter und kräftigen Männer brauchen, bis jedes Möbelstück seinen endgültigen Platz gefunden hat. Auch Stühle und Tische für die Gäste müssen untergebracht werden. Gläser, Geschirr und all die vielen kleinen Dinge, die eine Hochzeit erst möglich machen, warten darauf, ihren vorübergehenden Platz zu finden. Langsam erwachen die alten Räume wieder zum Leben. Ingeborg und ich sind wieder am „Weiterborgeln“ – oder vielleicht eher am „Burgeln“, je nachdem, was gerade ansteht. herumburgeln (Verb)© Aussprach e: he-rum-bur-geln Wortherkunft (Neologismus): Entstanden auf der Hollenburg aus einer spontanen Wortschöpfung. Der Eigenname Ingeborg wurde liebevoll zu Ingeburg, weil sie untrennbar mit der Burg verbunden scheint. Aus dem österreichischen Ausdruck herumwurschteln – mit Freude, Kreativität und Improvisation Dinge anpacken – entwickelte sich schließlich das Verb herumburgeln©. Bedeutung: Gemeinsam mit Freude, Kreativität und einer gewissen Gelassenheit auf einer Burg arbeiten, gestalten, organisieren und improvisieren. Historische Räume mit Leben erfüllen, ohne sich von Perfektion leiten zu lassen. Mit offenen Augen entdecken, anpacken und dabei die Geschichte eines Ortes weiterschreiben. Beispiele: „Heute werden wir wieder ein bisschen herumburgeln.“ „Den ganzen Nachmittag haben Ingeburg und ich auf der Hollenburg herumgeburgelt.“ „Beim Herumburgeln entstehen meist die besten Ideen.“ Anmerkung: Herumburgeln ist mehr als Arbeit. Es beschreibt einen Zustand zwischen Begeisterung, Entdeckerfreude, Kreativität und dem liebevollen Erhalten historischer Orte. Wer herumburgelt, arbeitet nicht einfach – er lässt Geschichte lebendig werden. Ich glaube, das Wort passt deshalb so gut, weil es etwas beschreibt, das es vorher gar nicht gab. Es ist kein gewöhnliches „Herumwurschteln“. Es ist das gemeinsame, oft spontane Tun auf der Hollenburg, bei dem aus Ideen, Gesprächen und kleinen Handgriffen nach und nach etwas Schönes entsteht. Genau dafür kann ein neues Wort entstehen – und vielleicht findet „herumburgeln“ ja tatsächlich seinen Weg in den Sprachgebrauch. Vielleicht sollten wir das Wort im österreichischen Patentamt anmelden - dort hab ich einen Kontakt. Aber bringt das was? DER NÄCHSTE TAG Heute widmen wir uns der Gestaltung eines historischen Raumes mit einer imposanten Rauchküche, wie ich zumindest vermute. Irgendwie habe ich vergessen nachzufragen, wie dieser Raum tatsächlich genannt wird. Doch die tiefschwarz gefärbten Wände und die Decke, die vom jahrhundertelangen Rauch gezeichnet sind, sowie der hohe, offene Aufbau über der antik gemauerten Feuerstelle lassen mich vermuten, dass es sich um eine historische Rauchküche handelt. Vielleicht ist es auch ein großer Kaminraum – Vor mir steht der alte gemauerte Küchenherd – das Herzstück der historischen Rauchküche. Die tiefschwarz verrußten Wände erzählen von Jahrhunderten, in denen hier täglich Feuer brannte, gekocht, gebacken und gearbeitet wurde. Jeder Zentimeter der dunklen Decke zeugt davon, wie der Rauch einst langsam nach oben zog und den Raum über Generationen prägte. Man spürt förmlich, dass dieser Ort nicht nur eine Küche war, sondern der Mittelpunkt des damaligen Lebens auf der Burg. Bis dahin genieße ich einfach das Gefühl, an einem Ort zu stehen, an dem über Jahrhunderte gekocht, gearbeitet und gelebt wurde. Jeder Stein erzählt seine eigene Geschichte. Und ich mach mich ans Burgeln. Nebenbei erzählt mir Ingeborg über jedes Bild und ich trete in die Geschichte der Burg und den Menschen, die sich hier wohlfühlen ein bisschen mehr ein. Dort war der jahrzehntelange Treffpunkt für die Sängergruppe der Hollenburg. Die Sängerrunde Hollenburg ist ein traditionsreicher Kärntner Chor aus der Gemeinde Köttmannsdorf. Sie ist bekannt für bodenständige Kärntner Chormusik, Volkslieder und Auftritte bei regionalen Veranstaltungen, Festen und Jubiläen im Raum Kärnten und darüber hinaus. Der Chor bereicherte regelmäßig das kulturelle Leben der Region und ist ein fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms des Kärntner Sängerbundes. Auch die Hollenburg selbst – genauer gesagt der Burghof in Köttmannsdorf – dient immer wieder als malerische Kulisse für Konzerte und Veranstaltungen anderer regionaler Chöre, wie etwa des Singkreises Köttmannsdorf. Gemeinsam durchforsteten wir die Dekorationsgegenstände: Bierkrüge und kunstvoll bemalte Teller, Urkunden und Pokale, vergilbte Fotografien sowie einen alten Notenschrank, den vier kräftige Männer nur mit großer Mühe verrücken konnten, damit er seinen neuen Platz erhielt. Nach unserem gemeinsamen Gespür und einigen gedanklichen Verwirrungen, wie man was berechnet arrangierten wir zu zweit die ausgesuchten, historischen Bilder und Auszeichnungen an den Wänden, ließen zwei Kästen woandershin bringen und dafür einen wunderschönen antiken Bauernschrank in das Zimmer bringen. Mit jedem einzelnen Stück schien der Raum ein wenig mehr von seiner Geschichte preiszugeben. Für einen Flohmarkt bereiteten wir einen Tisch vor und platzierten Gegenstände, wie Teller, Bilder Vasen und Stehrümchen für die Hochzeitsgäste des Tages an. In den geschmackvoll neu errichteten Toilettenanlagen fand schließlich ein historisches Tischchen seinen Platz. Es wurde in jenem sanften Salbeigrün gestrichen – jener Farbe, die uns auf der Burg immer wieder an Türen, Fensterläden und Wänden begegnete und sich wie ein unaufdringlicher grüner Faden durch das gesamte Anwesen zieht. Wer Farben liebt, wird auch dieses Grün schätzen. Ein kurzer Blick auf seine Wirkung zeigt, warum es so harmonisch in die Atmosphäre der Hollenburg passt: Schweinfurter Grün / Scheeles Grün: Das berühmteste und leuchtendste Hellgrün des 19. Jahrhunderts. Es wurde wegen seines Arsen-Gehalts auch "Giftgrün" genannt und ist heute verboten. Maigrün: Ein klassischer, sehr frischer und heller frühlingshafter Grünton. Mintgrün: Das typische, pastellige Hellgrün, das besonders in den 1950er Jahren im Wohndesign extrem populär war. Lindgrün: Ein sehr weicher, heller und leicht gelblicher Grünton, der oft in historischen Interieurs verwendet wurde. Otto Wagner Grün: Ein charakteristisches, blasses bis mittelhelles Grün, das besonders durch den Jugendstil in Wien (bekannt von den historischen U-Bahn-Stationen) berühmt wurde. Später verbrachten wir einen wunderbaren Nachmittag und Abend am Südufer des Wörthersees. Nach einem Besuch bei Ruth und Walter, aus meiner Familie, in der historischen Villa Miralago am Seecorso in Velden wurden wir herzlich empfangen und genossen bei Kaffee und Kuchen im dritten Stock einen fantastischen Ausblick über den Wörthersee. Anschließend konnten wir die warme Nachmittagssonne dieses frühen Sommerabends genießen, bevor wir direkt am Ufer, in unmittelbarer Nähe des Golfclubs in Dellach, zum Abendessen Platz nahmen. Unsere Gespräche drehten sich um Geschichten vom Wörthersee – über die vielen prominenten Persönlichkeiten und die Hintergründe, die das Leben in dieser Region seit Jahrzehnten prägen. Immer wieder schweiften wir auch zu den Fortschritten meines Projekts „Peilsteiner Moosquelle“ in Niederösterreich ab. Gemeinsam entwickelten wir neue Ideen und Möglichkeiten, wie wir sowohl die Geschichte als auch die Entstehung und zukünftige Vermarktung dieses einzigartigen Luxuswassers noch besser erzählen und begleiten können. Am nächsten Tag dann war es so weit. Der Aufbau für die erste Hochzeit in der Hollenburg hat begonnen. Wir schnitten die Rosen zurück und der wilde Wein wurde gestutzt. Frischer Kies wurde ausgebracht und verteilt, der alte Brunnen erhielt neue Holzbretter und eine passende Einfassung. Mit jedem Handgriff gewann der Innenhof ein Stück seiner ursprünglichen Ausstrahlung zurück. Weniger willkommen waren die tausenden Wespen, die ihre Nester an den sonnengewärmten Mauern, über den Türen und unter dem hölzernen Balkon gebaut hatten. Um sie möglichst schonend zum Umziehen zu bewegen, bastelten wir kurzerhand aus Packpapier einige Hornissennester, also eigentlich Attrappen. Da Wespen Hornissen als natürliche Feinde meiden, hofften wir, dass sie sich einen ruhigeren Ort für ihr Zuhause suchen würden. Ein Hornissennest vertreibt Wespen, weil Hornissen Wespen jagen und als Nahrungsquelle für ihre Larven nutzen. Die Anwesenheit eines Hornissenvolkes erzeugt Stress für Wespen, weshalb diese instinktiv den Jagdbereich der Hornissen meiden und sich in sicherer Entfernung ein neues Revier suchen. So wechselten sich an diesem Tag Gartenarbeit, handwerkliche Aufgaben und ein wenig Improvisation ab – genau das machte den besonderen Charme unserer Tage auf der Hollenburg aus. Scheinwerfer und eine dezente Beleuchtung wurden angebracht und verliehen dem Innenhof eine zauberhafte Nachtstimmung. Das warme Licht ließ die alten Mauern lebendig wirken, betonte ihre jahrhundertealte Struktur und tauchte den Burghof in eine Atmosphäre, die zugleich festlich, romantisch und zeitlos erschien. Ein Team von Helferinnen und Helfern, das am Samstag eine Hochzeit feiern wollte, traf ein. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen brachten sie Stück für Stück alles herbei, was für das Fest benötigt wurde. Ein Zelt wurde aufgebaut, Tische und Stühle aus den Kellergewölben der Burg an ihren vorgesehenen Platz getragen und mit jeder Stunde verwandelte sich der Burghof mehr und mehr in eine festliche Kulisse. Ein kurzes Zusammentreffen zwischen der Theatergruppe und dem Hochzeitsverantwortlichen erforderte eine schnelle Entscheidung. Meine liebe Ingeborg meisterte diese Situation souverän, diplomatisch und mit einer bewundernswerten Ruhe. Es war beeindruckend zu beobachten, wie sie den Überblick behielt und für alle Beteiligten eine gute Lösung fand. Auf der Galerie wurden die Stühle für die Trauung aufgestellt, während man im Burghof nach dem idealen Platz für die Bühne der Band suchte. Wenig später erklangen die ersten Bässe aus den Lautsprechern und begleiteten uns bis tief in die Nacht. Die dumpfen Klänge wanderten durch die meterdicken Mauern und schienen bis in den letzten Winkel der Burg vorzudringen. Ich fragte mich, wie sich das wohl in der Nacht anfühlen würde. Mein Schlafzimmer lag zum Glück weit genug entfernt, sodass sich das tiefe Brummen nur noch leise bis zu meinen Ohren schlich. Ich konnte schließlich einschlafen. Bei Ingeborg war das anders. Nicht nur die Musik hielt sie wach. Viel stärker beschäftigte sie der Gedanke, ob am nächsten Tag alles gelingen würde. Würde das Wetter mitspielen? Würde die Organisation funktionieren? Würden sich Braut und Bräutigam sowie ihre Gäste wohlfühlen? Am Ende waren alle Sorgen unbegründet. Alles verlief wunderbar, und als Braut und Bräutigam laut und deutlich ihr „Ja“ zueinander sagten, war die Anspannung der vergangenen Stunden verflogen. Für einen kurzen Moment schien die alte Burg mit ihnen gemeinsam aufzuatmen. Am nächsten Tag zeigte sich die Burg still, geduldig und wie frisch geduscht. Es hatte geregnet, als wollte der Himmel die Spuren des Festes sanft fortspülen. Fast jeder kennt diesen unverwechselbaren Duft: feuchte, von der Sonne erwärmte Steine, langsam trocknendes Holz, ein Hauch von verschüttetem Bier und nassen Tischtüchern. Ein Geruch, der vom vergangenen Abend erzählt und gleichzeitig einen neuen Tag beginnen lässt. Wir packten unsere Koffer, während Ingeborg wie immer ein letztes Mal alles kontrollierte. Sie verschloss die Türen, warf noch einen prüfenden Blick auf jedes Fenster und vergewisserte sich, dass die Burg wieder sicher und bereit für ihre nächste Geschichte war. Mit einer Lederhose für ihren Sohn im Gepäck machten wir uns auf den Heimweg. In meinem Koffer befand sich ein Karton mit den liebevoll geteilten Lebensmitteln, herrliche Kärntner Würste und eine Vase vom Flohmarkt, die farblich perfekt in unser Zuhause passt. So verließen wir die Hollenburg – ein wenig müde, voller neuer Eindrücke und mit dem Gefühl, ein paar Tage lang Teil ihrer Geschichte gewesen zu sein. Denn manchmal findet man einen Schatz genau dann, wenn man ihn am wenigsten erwartet. Davon erzähle ich in einer der nächsten Folgen. Genauso erwarten euch spannende Geschichten über historische Kutschen und den Pferdestall, über Sattelkammern und Haflinger, über geheimnisvolle Kellergewölbe und verborgene Gefängnisse. Es geht um den Rosengarten und sogenannte Römersteine, um ein verheerendes Erdbeben, am 25 Jänner 1348. Es ist als das Friauler Erdbeben bekannt und zählt zu den stärksten jemals im Alpenraum dokumentierten Erdbeben und einen verheerenden Brand, um die jahrhundertelange Geschichte von Kaisern und Herrschern – und um den skurrilen Kaiser Maximilian I., den mir Ingeborg an einem Nachmittag auf ihre ganz besondere Art vorstellte. Und über alte Teppiche in der Tiefkühltruhe und was wirklich dahintersteckt. Ich werde erzählen von Jagd und Fischerei, von Brücken über die aufgestaute Drau, den Ferlacher Stausee, von einer ungewöhnlichen Art der biologischen Müllentsorgung im Mittelalter mithilfe eines Söllers und von einer liebevollen Inschrift auf einer römischen Steintafel, die mich besonders erstaunt hat......

  • EINE ÖSTERREICHISCHE FAMILIENGESCHICHTE

    Manchmal genügt ein einziger Abend, um zu verstehen, was Familie wirklich bedeutet. Vor mehr als vierzig Jahren bin ich in diese Familie eingeheiratet. Damals ahnte ich nicht, dass ich Teil einer Geschichte werden würde, die über Generationen gewachsen ist. Eine Geschichte aus Liebe, Arbeit, Zusammenhalt, Verlusten, Erfolgen und unzähligen kleinen Momenten, die erst im Rückblick ihre wahre Bedeutung entfalten. Dieser Text trägt eine zeitlose Botschaft in sich. Er erzählt nicht nur von einer Familie, sondern davon, was viele Familien über Generationen hinweg verbindet: gemeinsame Erinnerungen, gegenseitiger Respekt und ein Reichtum, der sich nicht messen lässt, sondern nur erleben. Eine historische Familienaufnahme mit Großvater Franz Heindl im Vordergrund, umgeben von seinen Söhnen und Enkeln: Andreas, Erich, Walter jun., Walter sen., Friedrich sen., Peter und Friedrich jun. Alle sind elegant in Anzügen gekleidet. Wir feierten Hochzeiten, begrüßten Kinder auf der Welt, verbrachten Geburtstage und Weihnachten miteinander und trafen uns bei den großen und kleinen Festen der 1980er-Jahre. Wir standen gemeinsam an Gräbern und mussten Abschied nehmen. Jeder von uns ging seinen eigenen Weg, kämpfte seine eigenen Kämpfe und trug seine eigenen Sorgen. Manchmal halfen wir einander selbstverständlich, manchmal überraschend, manchmal gerade dann, wenn niemand damit gerechnet hatte. Und dennoch – wir haben uns nie verloren. Fritz und Christiane, am 16.03.1979 Nicht aus den Augen. Und schon gar nicht aus den Herzen. An diesem Abend war es, als hätte jemand die Zeit für einen Moment aufgehoben. Vergangenes und Gegenwärtiges verschmolzen miteinander. Wir erzählten Geschichten, die wir lange in uns getragen hatten. Geschichten über Erfolge und Niederlagen, über Freude und Enttäuschung, über Entscheidungen, die unser Leben geprägt haben. Dabei wurde mir bewusst, dass uns nicht die Ereignisse selbst verändert haben, sondern die Art, wie wir ihnen begegnet sind. Liebe. Respekt. Toleranz. Verantwortung. Und die Bereitschaft, immer wieder aufzustehen. Vielleicht ist genau das das Geheimnis einer Familie, die über Jahrzehnte zusammenbleibt. Während wir redeten, entstand etwas, das sich kaum beschreiben lässt. Niemand musste das Gespräch lenken. Niemand musste nach Themen suchen. Die Erinnerungen fanden ihren Weg von selbst. Aus einer Geschichte entstand die nächste, aus einem Lachen eine neue Erinnerung, aus einem Gedanken eine gemeinsame Vision. Stunden vergingen, ohne dass wir sie bemerkten. Karl Heidt, Marina, Christiane, Stella, Karla, meine geliebte Großmutter, Robin, Christoph, Thomas, Valerie Es war keine laute Freude. Es war dieses stille Glück, das entsteht, wenn Menschen sich nicht mehr beweisen müssen. Mich beeindruckte an diesem Abend nicht, was jeder von uns erreicht hatte. Nicht Häuser. Nicht Autos. Nicht Kontostände. Nicht die äußeren Zeichen eines erfolgreichen Lebens. All das kann man besitzen. Aber es sagt wenig darüber aus, wer ein Mensch geworden ist. Der wahre Reichtum saß mit uns am Tisch. Ein Reichtum aus Vertrauen. Aus jahrzehntelang gewachsenen Beziehungen. Aus gemeinsamen Erinnerungen. Aus gegenseitigem Verständnis. Aus dem Wissen, dass jeder dem anderen seinen Erfolg von Herzen gönnt. Vielleicht war genau das die Magie dieses Abends. Vor vielen Jahrzehnten träumten wir davon, unseren Familien ein gutes Leben zu ermöglichen. Nicht im Überfluss, sondern in Sicherheit. Wir waren bereit, hart zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und Chancen zu nutzen. Dabei haben wir gelernt, dass Integrität mehr wert ist als jeder schnelle Erfolg und dass Hilfsbereitschaft niemals ein Zeichen von Schwäche ist. Heute blicken wir auf ein Leben zurück, das nicht perfekt war. Constantin, Fritz, Catharina, Christiane und Thomas Aber es war echt. Wir wurden geprüft, wir wurden gefordert und manchmal auch an unsere Grenzen gebracht. Doch wir haben uns nicht verloren. Vielleicht ist genau das österreichische Familiengeschichte. Nicht eine Geschichte über Wohlstand. Sondern eine Geschichte über Menschen. Über Fleiß. Über Zusammenhalt. Über Demut. Und über die leise Erkenntnis, dass der größte Reichtum nicht sichtbar ist. Er zeigt sich in einem gemeinsamen Abend, an dem vier Menschen zusammensitzen, sich ansehen und spüren: Wir gehören zusammen. Damals. Heute. Und auch morgen. Bild von moritz320 auf Pixabay Schön, daß wir das gemeinsam Erleben konnten. Danke für euren Besuch und alles davor.

  • EIN FREUND VON MAHATMA GANDHI

    Image of the german author, comedian and painter Joachim Ringelnatz (* 1883; † 1934, digitally improved version) Kinder weinen. Narren warten. Dumme wissen. Kleine meinen. Weise gehen in den Garten. Während der Spruch im Internet fast immer Rabindranath Tagore zugeschrieben wird, stammt das literarische Original in einer sehr ähnlichen Version aus dem Kinder-Verwirr-Buch (1931) von Joachim Ringelnatz. Joachim Ringelnatz „Kinder weinen.“ – Dies steht für die pure, ungefilterte Emotion. Kinder reagieren unmittelbar auf Schmerz oder Enttäuschung, ohne ihre Gefühle strategisch zu verbergen. „Narren warten.“ – Ringelnatz kritisiert hier die Passivität. Wer unklug ist, verharre untätig in der Hoffnung, dass sich Probleme von selbst lösen oder das Glück einfach so vorbeikommt. „Dumme wissen.“ – Ein ironischer Seitenhieb auf die vermeintliche Besserwisserei. Ungebildete oder engstirnige Menschen sind oft felsenfest von ihrer eigenen Meinung überzeugt und lassen keine Zweifel zu. „Kleine meinen.“ – Das Wort „Kleine“ kann hier sowohl für Kinder als auch für Menschen mit geringem Einfluss stehen. Sie äußern Vermutungen, haben aber in der Welt oft kein echtes Gehör oder Fundament für ihre Behauptungen. „Weise gehen in den Garten.“ – Der Höhepunkt und die Auflösung des Gedichts. Wahre Weisheit liegt für Ringelnatz nicht im endlosen Diskutieren, Streiten oder Verharren. Die Weisen entziehen sich dem Lärm und der Hektik der Welt. Sie suchen den Frieden in der Natur, um Kraft zu tanken und Abstand zu gewinnen. Joachim Ringelnatz (1883–1934), eigentlich Hans Gustav Bötticher, war ein berühmter deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler der Weimarer Republik. Interessanterweise berühren sich die beiden Autoren genau bei dem genannten Zitat: Während der Spruch im Internet fast immer Rabindranath Tagore zugeschrieben wird, stammt das literarische Original in einer sehr ähnlichen Version aus dem Kinder-Verwirr-Buch (1931) von Joachim Ringelnatz. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Ringelnatz Bild von eugeniohansenofs auf Pixabay Dumme rennen • Kluge warten • Weise gehen in den Garten Dies ist ein wunderbares Zitat, das oft dem bengalischen Dichter und Philosophen Rabindranath Tagore zugeschrieben wird. Es erinnert uns daran, Hektik und Stress hinter sich zu lassen, Geduld zu bewahren und stattdessen die Ruhe, Schönheit und Erneuerung in der Natur zu suchen. Rabindranath Tagore (1861–1941) war ein bengalischer Dichter, Philosoph, Musiker und Maler, der als einer der bedeutendsten Universalgelehrten des modernen Asiens gilt. Im Jahr 1913 erhielt er für seine Gedichtsammlung Gitanjali als erster Nicht-Europäer den Nobelpreis für Literatur. Er prägte maßgeblich die Kultur Indiens und setzte sich zeitlebens für Bildung, soziale Reformen und den Frieden ein. LITERARISCHES GENIE Er verfasste über 1.000 Gedichte, zahlreiche Romane wie Das Heim und die Welt (Ghare baire), Dramen und Essays. MUSIKER DER HERZEN Tagore komponierte mehr als 2.000 Lieder, die bis heute als eigene Musikgattung (Rabindra Sangeet) tief in der bengalischen Kultur verwurzelt sind. Zwei Nationalhymnen: Er ist der EINZIGE MENSCH DER WELT, der die Nationalhymnen für zwei verschiedene Staaten verfasst hat: jene für Indien (Jana Gana Mana) und für Bangladesch (Amar Shonar Bangla). SPÄTE MALEREI Erst im Alter von fast 60 Jahren begann er zu malen und schuf über 2.500 ausdrucksstarke Gemälde und Skizzen. POLITISCHES ENGAGEMENT Er war eng befreundet mit Mahatma Gandhi, hielt jedoch Distanz zum extremen Nationalismus, da er an eine globale Verständigung der Völker glaubte. Seinen britischen Rittertitel (Sir) gab er 1919 aus Protest gegen ein britisches Massaker an indischen Demonstranten zurück. Bild von mariananbu auf Pixabay SEINE PHILOSOPHIE • MENSCH UND NATUR Tagore sah den Menschen nicht getrennt von der Natur. Entgegen der damals oft weltabgewandten Askese im Hinduismus predigte Tagore eine lebensbejahende Philosophie. Gott und die spirituelle Wahrheit offenbarten sich für ihn in der Schönheit der realen Welt – im Singen der Vögel, im Wachsen der Pflanzen und eben in der Ruhe des Gartens. Um diese Ideale weiterzugeben, gründete er in Santiniketan eine experimentelle Freiluftschule, an der Kinder ganz ohne Druck, dafür aber inmitten der Natur, durch Kunst, Musik und Tanz lernten. In den 1920er-Jahren reiste Tagore mehrfach nach Europa und Deutschland. Seine Vorträge zogen Massen an, und er hinterließ bei Intellektuellen wie Thomas Mann bleibenden Eindruck.

  • WIE JETZT ? VERSÖHNUNG

    Wenn du deine Feinde nicht besiegen kannst, dann verbünde dich mit ihnen Wenn du deine Feinde nicht besiegen kannst, dann vertrag dich mit ihnen Wie Jetzt? KI generiertes Bild- solche Bilder ind eine Seltenheit geworden Die Frage ist, wie interpretiere ich diese Aussagen und/oder hatten die Aussagen schon davor ein anderes Ziel? Und wie bezeichne ich im Gespräch Gedankensprünge, die spontan erfolgen, und warum springen die meisten anderen mit? Und kann man eigentlich solche Vorgänge in die richtigen Worte fassen, wenn sie passieren oder wir darüber nachdenken: Was war das gerade? Die energetische Verbindung zwischen menschlichen Wesen, deshalb weil es bei Tieren ja definitiv auch so passiert. Nur auf einer anderen Ebene. Und kann das bewusst gesteuert werden? Wenn man, wie ich, ein großer Fan von Serien ist, denke ich nach viel Zeit vor überaus seriösen, interessanten, fesselnden historischen und zeitgenössischen Filmen: ja. Ein Film transportiert dich in mehrerer Hinsicht auf eine weitere Ebene, wie Zeitgeschichte, Kunst und Kreativität, Literatur und Mainstream. Bei der Wahl der richtigen Themen hilft die Suche. Heutzutage kann man gut anhand der Sprache erkennen – nicht der phonetischen, sondern der überlegt gewählten Worte! Denken und das entsprechend am nächsten kommenden Wort wählen und bewußt einsetzen. Wörter sind der Schlüssel für den richtigen Weg. Die beiden Aussagen klingen ähnlich, drücken aber unterschiedliche Haltungen aus. „Wenn du deine Feinde nicht besiegen kannst, dann verbünde dich mit ihnen.“ Das ist eine strategische Aussage. Sie bedeutet: Aus Gegnern werden Partner, weil es nützlich ist. Das Ziel ist nicht unbedingt Versöhnung, sondern ein gemeinsamer Vorteil. Man legt den Konflikt beiseite, um etwas Größeres zu erreichen oder selbst stärker zu werden. Historisch findet man dieses Denken oft in der Politik, im Militär oder in der Wirtschaft. Ehemalige Rivalen schließen Bündnisse, weil sie gemeinsam erfolgreicher sind als gegeneinander. Psychologisch: Der Feind wird als Ressource betrachtet. Vertrauen ist nicht zwingend notwendig. Das Bündnis kann zeitlich begrenzt und zweckorientiert sein. Beispiel:Zwei konkurrierende Unternehmen entwickeln gemeinsam eine Technologie, weil beide allein gegen einen größeren Konkurrenten verlieren würden. „Wenn du deine Feinde nicht besiegen kannst, dann vertrag dich mit ihnen.“ Diese Aussage hat einen menschlicheren Charakter. Sie bedeutet: Suche Frieden statt Sieg. Versuche, den Konflikt zu beenden. Akzeptiere Unterschiede und finde einen Weg des respektvollen Miteinanders. Hier steht nicht der gemeinsame Nutzen im Vordergrund, sondern die Beendigung der Feindschaft. Psychologisch: Der Feind wird wieder als Mensch gesehen. Vergebung oder zumindest gegenseitiger Respekt werden möglich. Ziel ist innere Ruhe statt Machtgewinn. Beispiel: Nach einem Familienkonflikt entscheidet man sich, miteinander zu sprechen und einen respektvollen Umgang zu finden – auch wenn man nicht in allem einer Meinung ist. DER WESENTLICH UNTERSCHIED Verbünde dich Vertrag dich strategisch menschlich Kooperation aus Nutzen Frieden aus Einsicht gemeinsames Ziel gegenseitiger Respekt Feindschaft wird genutzt Feindschaft wird beendet kann ohne Vertrauen funktionieren braucht zumindest etwas Vertrauen oder guten Willen Philosophisch betrachtet Die erste Aussage fragt: „Wie kann ich trotz eines Gegners erfolgreich sein?“ Die zweite fragt: „Wie kann ich trotz eines Gegners Frieden finden?“ Gerade im familiären Bereich ist die zweite Aussage oft hilfreicher. Man muss nicht beste Freunde werden oder dieselben Ansichten teilen. Sich zu vertragen kann bedeuten, den anderen mit Respekt zu behandeln, Grenzen zu akzeptieren und die Beziehung nicht länger vom Konflikt bestimmen zu lassen. Das setzt allerdings voraus, dass beide Seiten dazu bereit sind; es lässt sich nicht einseitig erzwingen. Der Text wirkt auf mich, daß ist mein heutiger KAI (so benenne ich ab heute mein chat GPT ) wie ein Gedankengang, der mehrere Themen miteinander verbindet. Er ist weniger eine lineare Argumentation als eine philosophische Reflexion. Im Kern erkenne ich vier Gedanken. SPRACHE FORMT WIRKLICHKEIT Du beginnst mit der Frage, ob Aussagen von Anfang an eine bestimmte Absicht hatten oder ob ihre Bedeutung erst durch unsere Interpretation entsteht. Damit stellst du die grundsätzliche Frage: Entsteht Bedeutung durch den Sprecher oder durch den Zuhörer? Du scheinst anzudeuten, dass Worte mehr sind als Information – sie transportieren Absichten, Emotionen und möglicherweise unbewusste Ziele. Gedankensprünge und kollektives Denken Du fragst, warum Menschen in Gesprächen häufig denselben Gedankensprüngen folgen. Dahinter steckt die Vermutung, dass Kommunikation nicht nur logisch funktioniert, sondern dass Menschen sich gegenseitig gedanklich beeinflussen. Heute würde man dafür Begriffe wie diese verwenden: Assoziatives Denken Spiegelneuronen (als Erklärung für Nachahmung und Resonanz) Emotionale Ansteckung Gemeinsame Aufmerksamkeit Synchronisation von Gesprächen Deine Formulierung „energetische Verbindung“ beschreibt eher ein subjektives Erleben. Wissenschaftlich lässt sich sagen, dass Menschen sich in Gesprächen häufig sprachlich, emotional und aufmerksam aufeinander abstimmen. Ob darüber hinaus eine „energetische“ Verbindung existiert, ist wissenschaftlich nicht belegt. Geschichten verändern unsere Denkweise Der Abschnitt über Filme und Serien beschreibt eine interessante Beobachtung. Du schreibst im Grunde: Gute Geschichten verändern nicht nur unser Wissen, sondern unsere Art zu denken. Filme können verschiedene Ebenen gleichzeitig verbinden: Geschichte Kunst Literatur Emotion gesellschaftliche Entwicklungen Dadurch entstehen neue Perspektiven. Man beginnt Zusammenhänge zu sehen, die vorher verborgen waren. Wörter als Wegweiser Der Schlusssatz ist vermutlich dein zentraler Gedanke: „Wörter sind der Schlüssel für den richtigen Weg.“ Damit sagst du nicht, dass einzelne Wörter magisch sind, sondern dass bewusst gewählte Sprache Denken lenkt. Wer aufmerksam auf Wortwahl achtet, erkennt Absichten, erkennt Werte, erkennt Denkstrukturen, und versteht Menschen oft besser. Sprache wird damit zu einem Werkzeug des Erkennens. Bewußt und unbewußte Verbundenheit drei Ebenen sind verbunden: Philosophie – Wie entsteht Bedeutung? Psychologie – Warum beeinflussen sich Menschen gegenseitig? Kultur – Wie formen Geschichten und Sprache unser Denken? Sprache nicht nur als Mittel zur Informationsübertragung zu betrachten, sondern als etwas, das Denken, Beziehungen und Wahrnehmung mitgestaltet. An manchen Stellen springt der Text bewusst zwischen Themen. Das kann den Eindruck erwecken, dass verschiedene Gedanken zunächst lose verbunden sind. Gleichzeitig entsteht dadurch ein roter Faden: Die Suche nach den verborgenen Zusammenhängen zwischen Sprache, Bewusstsein und menschlicher Verbindung.

  • DAS LICHT SIEHT DIE FINSTERNIS

    niemals umgekehrt. 26.06.2026 Ein besonderes Datum Eine kleine mathematische Besonderheit Tag und Jahr beginnen und enden mit 26. Die Ziffer 2 kommt dreimal vor. Die Ziffer 6 kommt viermal vor. Insgesamt bestehen 7 der 8 Ziffern nur aus den Zahlen 2 und 6. 27.07.2027 28.08.2028 29.09.2029 Meine geliebte und langjährigste Freundin, meine Schwester aus der Parallelwelt, Mele kam vorbei-spontan zu Besuch. Wir verbrachten entspannte Stunden, aßen Obst und tranken Wasser und redeten. Zum Ausklang eines wundervollen Tages genossen wir in der Dämmerung die Stille und die laue Waldluft am Waldrand. Wir legten uns in die bequeme Couch vor dem Pool und sahen vor dem rosablaugetönten Horizont in eine traumhaften Dämmerung. Die Venus oder die zwei Venusse ( dieErklärung bleibt für immer unser besonderer Moment) standen in der Mitte am Himmel und zahlreiche kleine Fledermäuschen flogen schwirrend umher auf der schnellen Suche nach den Insekten die knapp über der Wasseroberfläche tummelten. Symbolbild Manchmal macht ein kleiner Unterschied in der Wortwahl einen großen Unterschied mit unterschiedlichsten Gefühlen. Wenn jemand sagt: „Ich gehe jetzt rüber.“, löst das bei mir völlig andere Emotionen aus als der Satz „Ich bin jetzt drüben“ „Ich gehe jetzt rüber.“ bedeutet in meiner Wahrnehmung: Ich gehe weg. Das berührt etwas in mir, macht mich traurig und weckt unbewusst die Angst vor einem Abschied. „Ich bin drüben“ fühlt sich dagegen ganz anders an. Dieser Satz beschreibt einfach die Realität des Augenblicks: Ich bin noch da – am selben Ort, nur ein paar Meter weiter entfernt als vorher. Es ist eine Feststellung des Jetzt und festigt die Verbunden- und Vertrautheit. Sie vermittelt Nähe statt Trennung und löst in mir ein gutes Gefühl aus. So werden positive Emotionen geteilt, weil ich weiß: Du bist da. Hier ist eine psychologischere Formulierung, die erklärt, warum dieselbe Situation je nach Formulierung unterschiedliche Gefühle auslösen kann: Mir ist bewusst geworden, wie stark Worte unsere innere Wahrnehmung beeinflussen können. Wenn jemand sagt: „Ich gehe jetzt rüber.“, richtet sich meine Aufmerksamkeit auf die Bewegung des Weggehens. Mein Gehirn verarbeitet zunächst den Verlust von Nähe. Obwohl ich weiß, dass die Person nur das Zimmer wechselt, wird unbewusst das Gefühl von Trennung aktiviert. In mir entsteht Traurigkeit und manchmal sogar die Angst vor einem Abschied. Sagt dieselbe Person hingegen: „Ich bin drüben“, verändert sich meine innere Wahrnehmung. Der Fokus liegt nicht auf dem Weggehen, sondern auf dem Dasein. Die Aussage beschreibt die Gegenwart: Ich bin da – am selben Ort, nur ein paar Meter weiter. Das vermittelt Kontinuität und Sicherheit. Mein Gehirn erlebt keine Trennung, sondern Verbundenheit trotz räumlicher Distanz. Die Situation ist objektiv dieselbe. Nur die sprachliche Form verändert den inneren Fokus. Worte lenken unsere Aufmerksamkeit – entweder auf das, was wir verlieren, oder auf das, was weiterhin vorhanden ist. Genau darin liegt ihre psychologische Kraft. Diese Formulierung orientiert sich an Erkenntnissen der Psychologie: Sprache beeinflusst, worauf unser Gehirn seine Aufmerksamkeit richtet und welche Emotionen dadurch aktiviert werden. Wenn Nähe, Sicherheit oder Verlust bereits emotional bedeutsam sind, können unterschiedliche Formulierungen tatsächlich verschiedene Gefühle auslösen. Hier eine wissenschaftliche Formulierung, die psychologische Erkenntnisse verständlich aufgreift: Aus psychologischer Sicht können unterschiedliche Formulierungen dieselbe Situation völlig verschieden erleben lassen. Der Satz „Ich gehe jetzt rüber.“ lenkt die Aufmerksamkeit auf den Vorgang des Weggehens. Unser Gehirn verarbeitet zuerst die Bewegung des Sich-Entfernens. Dadurch können unbewusst Assoziationen mit Trennung, Distanz oder Abschied aktiviert werden. Menschen, die sensibel auf Nähe und Verbundenheit reagieren, erleben dadurch häufiger Gefühle wie Traurigkeit oder Verlust. Der Satz „Ich bin drüben“ richtet den Fokus dagegen auf den aktuellen Zustand. Die Aussage vermittelt: Ich bin weiterhin da – nur an einem anderen Ort. Das Gehirn verarbeitet diese Information als Kontinuität statt als Trennung. Die räumliche Distanz bleibt dieselbe, doch das Gefühl von Verbundenheit wird aufrechterhalten. Dies kann Sicherheit, Ruhe und emotionale Stabilität fördern. Die objektive Realität verändert sich durch die Wortwahl nicht. Was sich verändert, ist der Aufmerksamkeitsfokus. Die Kognitionspsychologie beschreibt, dass Sprache beeinflusst, welche Aspekte einer Situation hervorgehoben werden. Dieser Effekt wird als Framing bezeichnet: Unterschiedliche sprachliche Rahmen führen dazu, dass identische Sachverhalte unterschiedlich wahrgenommen und emotional bewertet werden. Das bedeutet nicht, dass Worte die Wirklichkeit verändern. Sie beeinflussen jedoch, wie unser Gehirn diese Wirklichkeit interpretiert. Deshalb können bereits kleine Unterschiede in der Formulierung unterschiedliche emotionale Reaktionen hervorrufen. Einige Informationen stützten sich auf etablierte Konzepte der Kognitionspsychologie und Psycholinguistik, insbesondere Framing, Aufmerksamkeitslenkung und die enge Verbindung zwischen Sprache, Wahrnehmung und Emotion. Es werden Aussagen vermieden, die über den wissenschaftlichen Kenntnisstand hinausgehen.

  • LUXUS • REALITÄTEN • ERLEBEN

    Villa Ephrussi de Rothschild Der Begriff Luxus bezeichnet Lebensweisen, Güter oder Dienstleistungen, die den allgemeinen, gesellschaftlichen Durchschnittsstandard deutlich übersteigen. Ursprünglich ein rein materieller Begriff für überflüssigen Aufwand und Prunk, hat sich die Bedeutung heute stark gewandelt und umfasst oft auch ideelle Werte wie Zeit, Gesundheit oder persönliche Freiheit. Die Definition lässt sich in folgende Hauptbereiche unterteilen: Klassischer/Materieller Luxus: Kostspielige Anschaffungen, die nicht zwingend zum Überleben notwendig sind (z. B. Luxusautos, teurer Schmuck, exklusive Immobilien), dienen oft als Statussymbol und Zeichen von Wohlstand. Immaterieller Luxus: In der modernen Gesellschaft wird Zeit, Ruhe, die Freiheit zur Selbstverwirklichung oder intakte Natur zunehmend als der "wahre" Luxus betrachtet. Persönliche Perspektive: Was als Luxus gilt, ist relativ. Während in Industrienationen eine Flugreise oder dauerhaft warmes Wasser als Standard gelten, sind diese Dinge für andere Teile der Welt unerreichbarer Luxus. Qualitätsluxus: Der Genuss von außergewöhnlicher Handwerkskunst, exzellentem Service oder seltenen Produkten, die auf Tradition und Langlebigkeit beruhe Das ist kein Zünsler und keine Eule Wenn es Luxus ist sich an einem der wärmsten Junitagen 2026 darüber Sorgen machen zu können, ob in der Nacht wieder einmal der Buxbaumzünsler fliegt und was es für uns an Fürsorge für das Überleben von Pflanzen in unserem Garten bedeutet, dann lebt man im Paradies- viele andere in einer Parallelwelt, die das nicht einmal kennen. Nicht einmal den Ansatz eines notwendigen Gedankens, was ist überhaupt Bux und Zünsler? Geht ins Internet oder zu google, dann wißt Ihr was darüber, was aber nicht erklärt warum ein Gedanke an einen vermeintlichen Schädling mehr ist als ein Gedanke und zu unserem Luxus mehr beiträgt, wie ein Luxusgut, das eigentlich nur deshalb ein Luxusgut ist, weil es Geld kostest, jemehr desto größer der Luxus. Die Meisten erleben die gleiche Hitze in der Stadt zwischen Beton und Glas, zwischen stinkenden Abgasen in der Luft und den heißen Wind der entsteht wenn die Hausfassade die Hitze wieder abgeben muß und auf Menschenhöhe auf die Luft vom heißen Asphalt unter den Füssen trifft. Gleichzeitig erreichen die Sonnenstrahlen von oben den Menschen, die unerbärmlich den Kreislauf der Hitze am Leben erhält und den Atem raubt. Wir sitzen einfach und alleine mit Freunden im Freien, atmen die frische ein wenig gekühlte Luft vom Wald, der oberhalb der Wiese beginnt und am Abend langsam über den Berg in die Tiefe fällt und uns angenehm kühl die mit Sauerstoff getränkte Luft, welche die Bäume kontinuierlich aus dem CO2 der Flugzeuge produziert. Keine Lüge, keine Fake, ein wahrer physikalischer Vorgang, der wertfrei in der Schule gelehrt wurde. Zwischen unerwarteten Ereignissen, wie das plötzliche Kämpfen zweier Hunde und dem Versorgen der Verletzungen erreichen unser Erinnerungen die frühe Kindheit. Wir erinnern uns an eine Mandel OP in den 50er bis 60er Jahren, wo noch mit Äther die Narkose auch bei Kindern eingeleitet wurde und wir uns heftig gewehrt haben, gegen das unnatürliche Einschlafen. Das geschockte Aufwachen des kleinen Kindes, das trotz Kommunikation mit der unfreundlichen Krankenschwester Übelkeit und Unbehagen zum Ausdruck bringen wollte und im Endeffekt das gesamte Blut, was damals noch nicht abgesaugt wurde, sonder einfach die Speiseröhre runter geflossen ist, auf das weiße Krankenhausbett spukte. War alles völlig normal für die damalige Zeit. Was soll man da im Nachhinein anderes sagen außer: heftig! ICH LIEBE ERINNERUNGEN, SIE KOMMEN IMMER ZURÜCK hab ich vor ein paar Tagen aufgefasst und das ist schön und wahr. Geschichten aus meiner Kindheit, wo ich im 1. Bezirk in Wien, in der Bartensteingasse aufgewachsen bin, kommen mir in den Kopf. Ich lief fröhlich um den Häuserblock, weil über die Strasse durfte ich nicht! Man vertraute mir 4 jährig und ich wußte das! Und hüpfte auf den großen Steinplatten unter den Arkaden, die heute noch existieren. Ein Freund erzählt über seine traurigen und rebellischen Emotionen, wie, nicht in den Kindergarten wollen, sich gegen die Mandeloperation mit allen Mittel zu wehren - die Angst, als das schwarze Äthertuch über das kleine Gesichtchen gelegt wurde und die individuelle Entwicklung eines wertvollen Charakters zu einem gesunden und einzigartigen Menschen, der einfach nur geliebt werden will, so wie er ist. Wie das so ist - in einem Universum von Parallelwelten, die Thomas gerade in einem Podcast mit realistischen Gesprächen verknüpft, um zu zeigen, wie man den Glauben an Gott und Künstliche Intelligenz Verknüpfen, Vereinen oder eben sich damit Beschäftigen könnte oder so.... AUS DER PARALLELWELT : https://www.instagram.com/ausderparallelwelt/ Schattenwelten Bewegen wir uns nicht alle in unserer eigenen Zeitschleife und einer parallelen Realität um sie miteinander zu erleben, zu vergleichen, erfassen und erkennen und im Idealfall zu akzeptieren und damit interessantes und gutes zu erleben. Jeder hat die Wahl und kann entscheiden wohin die Realitäten sich bewegen. Aber ist es nicht ein Widerspruch von Realität zu sprechen, wenn doch in Büchern behauptet wird, dass es nur eine Realität gibt. Was seht ihr und warum? KI´s Realität ist es nicht- die wird so definiert: Der Begriff Realität (von lateinisch realis „die Sache betreffend“) bezeichnet die Gesamtheit alles dessen, was objektiv existiert, unabhängig von der individuellen Wahrnehmung. Sie umfasst die physische Welt, Fakten und Ereignisse, die sich nicht durch bloßen Glauben oder Wünsche verändern lassen. Die Auseinandersetzung mit der Realität lässt sich in verschiedene Dimensionen unterteilen: Objektive Realität: Die physische, messbare Welt und alle bewußtseinsunabhängigen Gegebenheiten. Sie existiert, auch wenn niemand sie beobachtet. Subjektive Realität: Das persönliche Erleben. Da unsere Wahrnehmung durch eigene Erfahrungen, Glaubenssätze und Sinne gefiltert wird, ist das, was wir als „die Welt da draußen“ sehen, immer auch eine individuelle Interpretation unseres Gehirns. Virtuelle Realität (VR): Künstlich erschaffene, digitale Welten, die dem Gehirn über Technologie eine unmittelbare Realitätserfahrung vortäuschen. Medienrealität: Die durch Nachrichten und soziale Netzwerke gefilterte, oft verzerrte oder inszenierte Darstellung der Welt, die unsere öffentliche Meinungsbildung stark beeinflusst. In der Philosophie – von der Antike bis zur Moderne – wird zudem oft zwischen der Realität (der erfahrbaren Dingwelt) und der Wirklichkeit (dem, was tatsächlich wirkt und zugrunde liegt) unterschieden. Philosophische Theorien (z.B. Platons Höhlengleichnis oder Kants Erkenntnistheorie) Psychologische Perspektiven (wie unsere Wahrnehmung funktioniert) Virtuelle Realität (VR) in aktuellen Technologien oder dem sogenannten Metaverse Quelltext:https://de.wikipedia.org/wiki/Realit%C3%A4t Die sich nicht durch bloßen Glauben oder Wünsche verändern lassen. Ist das wirklich so? Und wie ist das dann mit Religionen! Dazu später da wird’s dann spannend. Sind Wünsche nicht der Glauben etwas verändern zu können, etwas entstehen zu lassen. Sich etwas zu gönnen, warum nicht eine eigene Welt ohne Blindheit zu dem Geschehen rundherum, einfach um ein angenehmes Leben zu führen. Wie ist das dann mit der Kunst. Ist es eine Kunst ein Bild zu malen, das in einem Gehirn entsteht oder ist es Kunst eine Landschaft nach der optischen Impression auf einen Untergrund darstellen? St. Gilgen am Wolfgangsee Wie schaut es dann mit Fotos aus? Sind diese nun Realität, weil ein Foto nicht lügen kann? Oder versuchen heute Menschen durch ein Selfie etwas darzustellen, was existiert? Aber wozu? Kann man etwas auf einem Foto darstellen, was nicht existiert? Oder ist der Glaube an die eigenen Realität so stark, das wir anderen zeigen wollen, wie wir bewerten oder bewertet werden zu wollen. Glauben wir also an unsere eigenen Realität oder ist das alles wirklich real? So viele Fragen und Gedankenwege, die da wie eine Landkarte vor dem geistigen Auge entstehen. Freue mich, wenn wir darüber kommunizieren und interagieren. Traut euch und schreibt die Gedanken dazu auf.

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